Kultsommer in Traunstein ist »hervorragend«

Bildtext einblenden
Immer wieder gut besucht sind die Veranstaltungen, die auf dem Programm für den Kultsommer in Traunstein stehen. (Foto: Stadtverwaltung)

Traunstein – Woche für Woche ist jede Menge geboten: Musikgruppen der verschiedensten Art bieten abends auf dem Stadtplatz immer wieder gute Unterhaltung. Auch alle anderen Veranstaltungen stoßen gleichermaßen auf großes Interesse. Der Kultsommer erfährt viel Aufmerksamkeit. Zahlreiche Besucher sind begeistert.


Im Stadtrat hat Konrad Baur (CSU) das Open-Air-Programm gewürdigt, das die Stadt zusammen mit Partner im Juni gestartet hat und noch bis September anbietet. Baur lobte die Veranstalter und die Gruppen: »Der Kultsommer wird hervorragend umgesetzt.«

Viele Anfragen und Wünsche kamen in der jüngsten Sitzung des Stadtrats aus der Mitte des Gremiums. Baur, der Vorsitzende der CSU-Fraktion, freute sich, dass Veranstaltungen und Angebote in der Stadt – nach den Einschränkungen des städtischen Lebens durch die Auflagen der Corona-Pandemie – nun »ein Gefühl von Aufbruch« erzeugen würden.

»Der Kultsommer läuft super«, betonte Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer (CSU). Die Stimmung sei »sehr fröhlich« – und bisher sei alles friedlich verlaufen.

Klaus Schneider (CSU) meinte, einige Bürger hätten berichtet, dass im Zuge der Baumaßnahme an der »Schrödlgasse« – der Schaumburgerstraße und des Taubenmarkts – vermehrt Tauben auftreten würden. Die Frage sei, ob man ihnen womöglich Nester zur Verfügung stellen soll. »Wir haben eigentlich kein Taubenproblem in Traunstein«, antwortete Hümmer. Er versprach aber, dass die Verwaltung dem Hinweis nachgehe.

Simon Schreiber (CSU) berichtete, dass die Stadt Traunstein im nächsten Jahr wieder die Gedenkmesse auf der Kampenwand ausrichte. Unterstützung erfahre sie von den Kriegervereinen in Kammer und Haslach. 1965 und 1997 war die Stadt Traunstein schon zweimal Ausrichter der Feier an der Steinlingalm gewesen. Mit der Messe gedenken die Veteranen- und Kriegervereine im Chiemgau regelmäßig der Gefallenen und Vermissten der Weltkriege. Hümmer sprach von einer »guten Sache« – und von einer Ehre, das Gedenken ausrichten zu dürfen.

Thomas Stadler (Bündnis 90/Die Grünen) regte Überlegungen an, die Balthasar-Permoser-Büste, die bislang am Rathauseingang steht, vielleicht zum neuen Kunstzentrum – zum Kulturforum Klosterkirche – zu transferieren. Balthasar Permoser (1651 bis 1732) war einer der bedeutendsten Bild-hauer im Barock. Sein Geburtsort war Kammer. »Wir denken darüber nach«, sagte Hümmer zu Stadler.

Denis Holl (SPD/Die Linke) gab seinen Bericht als Referent für das Schwimmbad und die Freizeitangebote in Traunstein. Unter anderem erinnerte er daran, dass sich die Stadt schon vor einiger Zeit zum Ziel gesetzt habe, den Skaterplatz im Gewerbepark Kaserne zu verbessern. Bislang jedoch sei noch nichts geschehen. Der Oberbürgermeister entgegnete ihm, dass ein Ortstermin stattgefunden habe. Pläne für Nach- und Ausbesserungen seien in der Umsetzung.

Wie die anderen Schwimmbäder habe nun auch die Freizeiteinrichtung in Traunstein wieder geöffnet, freute sich Holl. Das Schwimmbad werde als »unverzichtbarer Ort« von Bürgern aller sozialen Schichten geschätzt. In Corona-Zeiten habe die Mannschaft, die für das Schwimmbad verantwortlich zeichnet, ein passgenaues Hygiene- und Sicherheitskonzept erstellt. Die Stadt habe die Gebühren gesenkt. Die Besucher bedauern laut Holl, dass die Stadt keine Saisonkarten ausgibt. In Spitzenzeiten wie etwa an Fronleichnam seien 1800 Besucher im Bad – wobei nach wie vor gilt, dass sich gleichzeitig nicht mehr als 900 in der Freizeiteinrichtung aufhalten dürfen. Die neue Rutsche werde gut genutzt.

Holl schlug vor, die Gebührenordnung zu überarbeiten. Und er sprach sich dafür aus, die Beckensanierungen anzugehen. »37 Kubikmeter Wasser gehen im Schwimmerbecken pro Tag verloren – das ist ja doch eine Hausnummer.« Und auch an die Unfälle im Schwimmbad erinnerte Holl. Er freute sich, dass nun eine Risikoanalyse erstellt werde. Binnen weniger Tage waren zwei kleine Buben ins Wasser gefallen – Lebensretter waren zur Stelle und verhinderten jeweils ein Katastrophe (wir berichteten).

Dass die Stadt auch heuer keine Saisonkarten anbietet, sei, wie der Oberbürgermeister betonte, »keiner bösen Absicht« entsprungen. Vielmehr trage die Stadt damit den Umständen Rechnung, dass vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie niemand wissen kann, wie lange die Saison im Schwimmbad geht. Zu den notwendigen Sanierungen sagte Hümmer, dass die Planung »noch nicht angelaufen« sei. In der mittelfristigen Finanzplanung seien die Ausgaben berücksichtigt. Und was die Risikobewertung nach den Unfällen betrifft, meinte Hümmer: »Alles steht auf dem Prüfstand.«

Mehr aus der Stadt Traunstein