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Klimaschutz findet Beachtung in Traunstein

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Wer den Wald schützt, der schützt das Klima. Alle Fragen zu diesem und vielen anderen Themen geraten nun in den Fokus: Die Stadt Traunstein steigt in ein Klimamanagement ein. Foto: Pültz

Traunstein – Der Klimaschutz findet Beachtung: Anfang des nächsten Monats beginnt die Stadt mit der Leitung, Organisation und Planung aller Fragen, die mit ihm zusammenhängen. Wie schon seit geraumer Zeit vorgesehen startet sie jetzt ein »Klimaschutzmanagement« – allerdings mit einer Änderung gegenüber der ursprünglichen Zielsetzung: Sie holt sich keine auswärtige Fachkraft ins Rathaus, sondern legt die Aufgabe in die Hände eines Mitarbeiters der Verwaltung. Klaus Hechfellner übernimmt die Aufgabe.


Eine externe Besetzung habe nicht geklappt, so Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer (CSU) im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt, weil sich kein geeigneter Bewerber gemeldet habe. Die interne Vergabe sei jedoch ohnehin besser, weil nun Klimaschutzmanagement und Stadtentwicklung als zwei Themen, die zusammen betrachtet werden müssen, in einer Hand vereinigt werden können.

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Zum Stichtag 1. Juli nimmt Hümmer eine Reihe von Veränderungen an der Spitze der Verwaltung vor (wir berichteten). So hat er unter anderem auch angekündigt, eine neue Stabsstelle zu schaffen: eine für Strategie und Stadtentwicklung – sowie für Klimaschutzmanagement. In der Einrichtung dieser beratenden und begleitenden Tätigkeiten ist die Halbtagsstelle aufgegangen, die der Stadtrat im vergangenen Jahr für den Klimaschutz bewilligt hat. Hechfellner wechselt von der Leitung des Bauamts in die neue Stabsstelle.

Nicht nur, aber auch vor dem Hintergrund der Bewegung Fridays For Future hatte der Stadtrat im vergangenen Jahr viel über den Klimaschutz diskutiert – und vor allem auch darüber, was die Stadt machen kann, machen muss. Mit Mehrheit beschloss das Gremium auf Antrag der SPD-Fraktion, eine Halbtagsstelle für einen Klimaschutzmanager zu schaffen und auszuschreiben. Keine Mehrheit fand hingegen der von den Grünen und der Traunsteiner Liste gestellte Antrag, den »Klimanotstand« in Traunstein auszurufen. Vielmehr beschloss der Stadtrat, den Klimaschutz als »Aufgabe höchster Priorität« anzuerkennen.

Nach der Weichenstellung im Juli ging die Stadt dann im August auf die Suche nach einem Klimaschutzmanager. Sie schrieb die Stelle öffentlich aus. Zur Koordinierung und Initiierung der Maßnahmen für den Klimaschutz suchte sie, wie sie bekannt gab, eine Fachkraft »in Teilzeit mit 20 Wochenstunden, zunächst befristet auf drei Jahre«. Als zu übernehmende Aufgaben formulierte sie unter anderem die Zusammenarbeit mit dem Umweltausschuss und dem Umweltreferenten des Stadtrats, dem Arbeitskreis »Energie und Klimaschutz« und weiteren Partnern. Ebenso verlangte sie die Unterstützung der Umsetzung von Maßnahmen sowie nicht zuletzt die Erstellung eines Klimaschutzkonzepts für die Stadt Traunstein.

In der Folgezeit seien jedoch, wie Hümmer und seine Verwaltung weiter mitteilten, nur sehr wenige Bewerbungen im Rathaus eingegangen. Nach Prüfung der Unterlagen habe man »keinen geeigneten Bewerber« finden können. Und deshalb sei die Stelle nun intern mit Klaus Hechfellner besetzt worden. »Somit konnte die Stelle mit einem hoch qualifizierten und erfahrenen Mitarbeiter der Stadtverwaltung besetzt werden – ohne zusätzliche Personalkosten.«

Ob der neue Manager 20 Stunden in der Woche Klimaschutz betreibt, bleibt offen. So sagte Oberbürgermeister Christian Hümmer, dass er dem Leiter der neuen Stabsstelle nicht vorschreibe, an einem Tag nur Stadtentwicklung und an einem anderen dann nur Klimaschutz zu machen. pü

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