Klimaschutz: Arbeitskreise nehmen ihre Arbeit auf

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Foto: Großen Kreisstadt Traunstein

Traunstein – Den nächsten Schritt zu einem Klimaschutzkonzept hat die Stadt Traunstein gemacht. Im Rahmen einer digitalen Veranstaltung mit rund 50 Teilnehmern aus Stadtgesellschaft, Verwaltung und Politik wurden unter anderem die bisherigen Ergebnisse der Bilanzierung und die nächsten Schritte zur Einbeziehung der Stadtgesellschaft vorgestellt.


Anwesend waren Vertreter der Verwaltung und des Stadtrats, besondere Wichtigkeit hatte aber die Integration der zahlreichen Akteure der Stadtgesellschaft, die zum Klimaschutz in den nächsten Wochen ihre Ideen einbringen sollen: Umweltvereine und Umweltverbände wie der Bund Naturschutz e.V., die Scientists for Future oder auch die Initiatoren des Bürgerantrags für ein klimaneutrales Traunstein 2030, aber auch Vertreter der lokalen Wirtschaft, der Stadtwerke und weiterer relevanter Einrichtungen. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte die Veranstaltung nicht, wie ursprünglich geplant, als Präsenzveranstaltung stattfinden – dadurch wurde auch das Durchführen von Arbeitsphasen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, im Fokus stand die Information über die bisherigen Ergebnisse sowie die nächsten Schritte.

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Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer stellte die sustainable AG aus München, die die Fachbetreuung für das Klimaschutzkonzept in Traunstein übernommen hat, die Ergebnisse der Treibhausgasbilanzierung für Traunstein vor: nach aktueller Berechnung wurden im Jahr 2018 175.000 Tonnen CO2-Äquivalente emittiert. Das Jahr 2018 wird künftig das Basisjahr für die Klimaschutzbemühungen der Stadt Traunstein, die Bilanz soll jährlich aktualisiert werden.

Live zugeschaltet waren im Termin der Klimaschutz- und Mobilitätsmanager des Landkreises Garmisch-Partenkirchen, Florian Diepold-Erl, und eine Mitarbeiterin des Landesbund für Vogelschutz e.V., Brigitte Wegmann. Im Interview berichteten die beiden von der Zusammenarbeit zwischen Vereinen und der Verwaltung im Landkreis Garmisch-Partenkirchen, der Tenor: Klimaschutz gelingt durch Kooperation.

Passend dazu stellte sustainable die Beteiligung der Akteure vor: In fünf Arbeitskreisen zu den Themen Gebäude, Energie, Mobilität, Wirtschaft und Bewusstseinsbildung / Konsum sollen in den kommenden Wochen Klimaschutzideen gesammelt und in Arbeitskreisen diskutiert werden. Als nächstes haben die Akteure die Möglichkeit, sich für einen oder mehrere Arbeitskreise zu melden und schriftlich ihre Maßnahmenideen zu formulieren. Diese werden von der Verwaltung, dem Klimaschutzmanager Klaus Hechfellner und der Fachbetreuung sustainable geprüft und priorisiert und schließlich in den Arbeitskreissitzungen, die im Juni stattfinden sollen, diskutiert. Die Leitung der Arbeitskreise übernimmt dabei die Verwaltung, zur Seite steht dabei jeweils ein Pate aus dem Stadtrat, die als Bindeglied zur Politik fungieren sollen.

Die verschiedenen Maßnahmen und Ideen werden schließlich Eingang finden in das Klimaschutzkonzept, das nach der Sommerpause vom Stadtrat verabschiedet werden soll. Das Klimaschutzkonzept ist die Basis für den Klimaschutz in Traunstein für die kommenden Jahre und wird unter Förderung des Bundesumweltministeriums erstellt.

„Die Veranstaltung hat gezeigt, dass wir in Traunstein viele motivierte Organisationen und Personen haben, die sich tatkräftig für den Klimaschutz einsetzen, darüber bin ich sehr froh. Ich bin sehr gespannt, welche Ideen in den nächsten Wochen eingehen werden und bin mir sicher, dass wir durch die Zusammenarbeit aus Stadtgesellschaft, Verwaltung und Politik den Klimaschutz in Traunstein voranbringen werden“, sagt Oberbürgermeister Dr. Hümmer.

fb/red

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