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Keine zusätzlichen Mülleimer an der Traun

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Im Stadtgebiet gibt es über 250 Mülleimer. Der Jugendbeirat hätte sich gewünscht, dass weitere an der Traun aufgestellt werden. Doch der Hauptausschuss war dagegen.

Traunstein – Es wird keine zusätzlichen Mülleimer an der Traun geben. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Hauptausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Der Jugendbeirat hatte einen Antrag gestellt, »um künftig eine Vermüllung zu verhindern und das Aufräumen zu erleichtern«, wie es hieß.

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»Ich finde es großartig, dass sich die Jugend Gedanken macht«, betonte Oberbürgermeister Christian Kegel. Trotzdem sprach er sich gegen den Vorschlag der jungen Traunsteiner aus. Normale Mülleimer würden nicht reichen, bei den Partys würde sehr viel Müll entstehen. Es müssten also Tonnen aufgestellt werden. Hier stelle sich die Frage nach dem Standort und ob nicht auch andere Leute dann dort ihren Müll entsorgen würden, gab der Oberbürgermeister zu bedenken.

Das sah auch Traudl Wiesholler-Niederlöhner (SPD) so. »Die Idee klingt gut, die Realität sieht aber leider anders aus.« Sie erwähnte in diesem Zusammenhang auch »den Saustall« bei den Containern am Karl-Theodor-Platz, die aus diesem Grund entfernt wurden. Sie sprach sich für den Vorschlag des Oberbürgermeisters aus, den Jugendlichen bei einer angemeldeten Party kostenlos fünf Müllsäcke zur Verfügung zu stellen.

Auch Stefan Namberger (CSU) war der Meinung, »dass Mülltonnen nicht funktionieren, Müllsäcke schon.« Und seine Fraktionskollegin Christa Fuchs betonte, dass die Leute zur Verantwortung gezogen werden müssten, »wenn der Platz nicht sauber ist«.

Jugendreferent Thomas Stadler (Grüne) sprach sich für einen Versuch aus. »Wir könnten doch probeweise zwei große Tonnen am Viadukt aufstellen und ausprobieren, ob es funktioniert.« Die Tonnen müssten ja nicht das ganze Jahr dort stehen, sondern nur über die Sommermonate.

Das fand auch Ernst Haider (UW). »Das Engagement der jungen Leute sollte honoriert werden. Ich bin für einen Probebetrieb.« Außerdem schließe das eine – also die kostenlosen Müllsäcke – das andere – also die Mülltonnen – ja nicht aus. »Wir sollten nicht spekulieren, was passieren könnte. Nach kurzer Zeit sehen wir ja, ob es was ist oder eben nicht.«

Das sah die Mehrheit des Hauptausschusses anders. Mit 6:3 Stimmen wurde der Antrag des Jugendbeirats auf mehr Mülleimer im Bereich der Traun abgelehnt. KR

 

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