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Keine Verbesserung von Schulweg in Sicht

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Traunstein – Den Schulweg von Neu-Geißing zur Ludwig-Thoma-Grundschule verbessert die Stadt nicht. Um die Kinder sicher zur Haltestelle des Stadtbusses an der Saalachstraße in Alt-Geißing zu bringen, hatten der Planungs- und der Finanzausschuss des Stadtrats eine Verbesserung des Wegs an der Wolkersdorfer Straße durch eine Bedarfsampel über die Innstraße beziehungsweise eine Aufwertung des Wegs am Heizwerk vorbei durch eine Beleuchtung angeregt. Beide Vorschläge fanden im Stadtrat mit 7:16 beziehungsweise mit 10:13 Stimmen keine Mehrheit.


Oberbürgermeister Christian Kegel (SPD) berichtete, dass die Schulleitung und der Elternbeirat an die Stadt herangetreten seien. Sie hätten gebeten, eine schnelle Lösung herbeizuführen.

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Wenn die 14 Kinder in der Früh mit dem Schulbus fahren, der in Neu-Geißing hält, kommen sie gerade noch oder – wenn der Fahrplan verkehrsbedingt nicht eingehalten werden kann – bisweilen auch nicht mehr ganz rechtzeitig zum Unterricht. Falls sie jedoch den Stadtbus nehmen, der allerdings nicht in Neu-Geißing, sondern in Alt-Geißing stehen bleibt, dann sind sie pünktlich. Die Mädchen und Buben können zwei Wege zur Haltestelle an der Saalachstraße nehmen: den einen am Heizwerk vorbei und den anderen, der an der Wolkersdorfer Straße entlang führt. Was die Sicherheit betrifft, sind beide Routen nach Ansicht von Fachleuten nicht optimal.

Der Planungsausschuss hatte den Weg an der Wolkersdorfer Straße in den Blick genommen und sich für eine Behelfsampel über die Innstraße ausgesprochen, die den Kindern ein sicheres Überqueren ermöglicht. Alsdann hat aber die Kreisstraßenverwaltung eine Ampel unmittelbar an der Abzweigung der Inn- von der Wolkersdorfer Straße – letztere ist eine Kreisstraße – abgelehnt. Die Begründung: Für Abbieger wäre die Stelle dann gefährlich. Der Finanzausschuss nahm dann den anderen Weg am Heizwerk vorbei ins Visier und empfahl eine Beleuchtung.

Der Stadtrat nahm keine der beiden Empfehlungen aus den Ausschüssen an. Wolfgang Wörner (Bündnis 90/Die Grünen) sprach sich in der Diskussion dagegen aus, den Weg vorbei am Heizwerk zu beleuchten oder – was ursprünglich auch einmal diskutiert worden war – zu asphaltieren. Der Weg werde von den Kindern, wie die Erfahrung zeige, nicht benutzt.

Karl Schulz (CSU) hatte im Planungsausschuss die Aufmerksamkeit auf den Weg an der Wolkersdorfer Straße gelenkt und vorgeschlagen, die Errichtung einer Behelfsampel über die Innstraße zu prüfen. Mit Blick auf die Einschätzung des Kreisstraßenverwaltung sagte Schulz nun im Stadtrat, dass er kein Gefährdungspotenzial erkennen könne, wenn eine Ampel kommen würde. Falls sie auf Rot oder Grün umschaltet, seien diese Anweisungen doch klar erkennbar.

Dritte Bürgermeisterin Waltraud Wiesholler-Niederlöhner (SPD) sprach sich für eine Beleuchtung des Wegs am Heizwerk vorbei aus. Sie erinnerte daran, dass die Stadt in der Pflicht stehe, für Sicherheit auf den Schulwegen zu sorgen.

Burgi Mörtl-Körner (Bündnis 90/Die Grünen) brach eine Lanze dafür, die Schüler auf den Weg zu führen, der an der Wolkersdorfer Straße verläuft. Diese Strecke sei ein Geh- und Radweg. Und weiter: Der Verkehr von der Wolkersdorfer in die Innstraße sei, so Mörtl-Körner, »nicht so hoch«. Sie habe noch nie eine »gefährliche Situation erlebt«. pü

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