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Kein Jahrmarkt am Lindlsonntag – Auch keine offenen Geschäfte

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Foto: Buthke

Traunstein – Der traditionelle Jahrmarkt am Lindlsonntag, der heuer am 11. April in Traunstein stattgefunden hätte, muss aufgrund des verlängerten Lockdowns entfallen. Auch die Durchführung des verkaufsoffenen Sonntags ist daher nicht möglich.


 

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Um den Handel in der Innenstadt nach dem Ende des Lockdowns bestmöglich fördern zu können, hat Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer mit Vertretern des Handels eine Resolution verfasst. Gemeinsam fordern sie größere Spielräume für verkaufsoffene Sonntage und Abendöffnungen. Bisher ist für die Durchführung immer ein Anlass notwendig: ein Jahrmarkt, eine Messe oder Ähnliches. Ohne eine solche Veranstaltung ist es nicht erlaubt, die Geschäfte sonntags oder bis in die Nacht zu öffnen.

Oberbürgermeister Dr. Hümmer: „Die Corona-Pandemie hat den Einzelhandel in den bayerischen Städten und Gemeinden wirtschaftlich schwer getroffen. Die Umsatzrückgänge waren und sind besorgniserregend.“

Deshalb heißt es in der Resolution: „Um die drastischen Umsatzeinbußen nur annähernd zu kompensieren, müssen in dieser existenzgefährdenden Situation für den Handel auch Maßnahmen umgesetzt werden, die die Einkaufsmöglichkeiten an Sonntagen erleichtern. Der Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Traunstein und die Traunsteiner Wirtschaft fordern daher die Schaffung größerer Spielräume für die Festsetzung verkaufsoffener Sonntag und Abendöffnungen.“

Konkret müsse die in § 14 des Ladenschlussgesetzes des Bundes ermöglichte Öffnung von jährlich vier verkaufsoffenen Sonn- und Feiertagen dadurch erleichtert werden, dass der vorgeschriebene sogenannte Anlass entfällt.

Verkaufsoffene Sonntage wie bisher, an Märkte zu koppeln, die von vielen Kommunen nur zum Schein organisiert werden, hemme die Wirtschaft und schwäche die Kaufkraft. Vier verkaufsoffene Sonntage jährlich, einer pro Quartal, ausschließlich an nicht besonders geschützten Sonn- und Feiertagen, seien eine angemessene Entbürokratisierung und eine erhebliche Vereinfachung für die Verwaltung. Dies würde die wirtschaftlichen Interessen und den zurecht bestehenden Sonntagsschutz in einen schonenden Ausgleich bringen, erklärt Oberbürgermeister Dr. Hümmer. Eine Öffnung an den Adventssonntagen kommt für ihn nicht in Frage.

Zudem müssten für sogenannte Eventöffnungen im Sinne von § 23 des Ladenschlussgesetzes verlängerte Öffnungszeiten bis 24 Uhr an vier Werktagen pro Stadt im Jahr möglich sein. „Auch hierfür muss der Anlassbezug, als das Bewilligungskriterium des öffentlichen Interesses, gänzlich entfallen“, fordern die Vertreter der heimischen Wirtschaft.

Unterzeichnet haben die Resolution Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer, Thomas Miller als Vorsitzender von „Traunstein erleben e.V.“, Jürgen Pieperhoff als Geschäftsführer der Stadtmarketing GmbH, Thomas Eberl als Vorsitzender des Bunds der Selbstständigen - Gewerbeverband Traunstein & Umgebung e.V., Ernst Haider als Vorsitzender des Handelsverbands Bayern - Der Einzelhandel e.V. und Klaus Lebek als Kreisvorsitzender des DEHOGA Bayern, Kreisstelle Traunstein.

fb/red

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