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Kegel strebt zweite Amtszeit als OB an

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Neujahrsempfang 2019 in Traunstein
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Oberbürgermeister Christian Kegel. (Foto: Wittenzellner)

Traunstein – Christian Kegel strebt eine zweite Amtszeit als Oberbürgermeister der Stadt Traunstein an. Auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts hat der SPD-Kommunalpolitiker mitgeteilt, dass er sich bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr wieder um das höchste Amt in der Stadt bewerben wolle: »Ich werde wieder kandidieren.«


Der Termin für die Kommunalwahl steht bereits fest: Wie anderenorts treten auch die Bürger in Traunstein am 15. März an die Urnen, um ihre Stimmen abzugeben. Sie entscheiden nicht nur darüber, wer in der nächsten sechsjährigen Legislaturperiode ein Mandat im Stadtrat erhält, sondern auch, wer in der nächsten Zeit dann die Verwaltung im Rathaus führt.

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Vor allem die Oberbürgermeisterwahl wirft jetzt bereits ihre Schatten voraus. So haben der CSU-Ortsverband und die Unabhängigen Wähler bereits die Weichen gestellt. Anders als bei den letzten Wahlen schicken sie diesmal einen gemeinsamen Kandidaten ins Rennen: Um das Amt des Oberbürgermeisters bewirbt sich Dr. Christian Hümmer von der CSU (wir berichteten).

Der SPD-Ortsverein lässt sich noch Zeit und hat bislang noch keinen Kandidaten aufgestellt. Doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass er aller Voraussicht nach wieder den selben Kommunalpolitiker wie schon vor sechs Jahren nominieren wird: Christian Kegel will Oberbürgermeister bleiben und steht bereit, erneut für die SPD ins Rennen zu gehen.

Kegel sagt, er habe in den vergangenen Jahren »einige Dinge« mit anschieben können. Und diese Angelegenheiten wolle er in einer zweiten Amtszeit als Oberbürgermeister »weiter vorantreiben«. Als Großprojekte, die den Stadtrat und ihn beschäftigt haben beziehungsweise immer noch beschäftigen, nannte er die Klosterkirche und die Turnhalle für das Annette-Kolb-Gymnasium.

Die SPD stelle voraussichtlich im Herbst die Weichen für die Kommunalwahl im nächsten Jahr, so der Oberbürgermeister und Vorsitzende der Sozialdemokraten in Traunstein. Der Ortsverein hebe dann die Liste mit Kandidaten für den Stadtrat aus der Taufe und bestimme einen Kandidaten für die Wahl des OB.

Neben der CSU und der UW sowie der SPD wollen jeweils auch die Grünen und die Traunsteiner Liste Bewerber um den Chefsessel im Rathaus aus dem Hut zaubern. Namen nennen sie aber noch nicht.

»Ja, natürlich stellen auch wir einen Oberbürgermeisterkandidaten oder -kandidatin auf«, sagt Wolfgang Wörner, der Sprecher des Ortsverbands Traunstein von Bündnis 90/Die Grünen. Die Versammlung werde voraussichtlich im Juli sein.

»Wir sehen, dass in den letzten Jahren in der Stadt Traunstein vieles nicht gut gelaufen ist«, meint der Sprecher der Grünen. Als Beispiele nennt er den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), den sozialen Wohnungsbau, das Radfahren und Gewerbeausweisungen auf der grünen Wiese. »Um diese Probleme zu lösen, braucht es grüne Antworten und einen oder eine grüne Oberbürgermeisterin.«

»Die Traunsteiner Liste hat bisher einiges in Traunstein erreichen können«, sagt Vorsitzender Dr. Ralph Joerger. »Einige unserer Ziele konnten wir aber bisher noch nicht zufriedenstellend umsetzen.« Als ein Beispiel nennt Joerger unter anderem »ein gut funktionierendes ÖPNV-System, das mit mehreren attraktiven Stadtbuslinien die Mobilität der Traunsteiner Bürger fördert«.

Joerger geht davon aus, wie er mitteilt, »dass die Traunsteiner Liste ebenfalls einen eigenen Kandidaten für die im nächsten Jahr stattfindende Oberbürgermeisterwahl aufstellen wird.« Ein Termin für die Nominierung des Kandidaten steht seinen Angaben zufolge noch nicht fest.

Während sich für die OB-Wahl im kommenden Jahr vier Kandidaten abzeichnen, sind 2014 fünf ins Rennen gegangen. Die Bewerber um das Amt des Oberbürgermeisters hießen damals Manfred Kösterke (UW), Christian Kegel (SPD), Wolfgang Osenstätter (CSU), Walburga Mörtl-Körner (Grüne) und Dr. Ralph Joerger (Traunsteiner Liste). pü