In Zeiten der Pandemie Wege in die Zukunft gebaut

Bildtext einblenden
Schulleiter Andreas Gembala (r.) und Klassenleiter Robert Kranich (l.) gratulierten Asil Engin Azsizan von der EurimPharm Verwaltungs-GmbH & Co. Beteiligngs-KG in Saaldorf-Surheim zu seinem hervorragenden Berufsabschluss als Kaufmann im Groß- und Außenhandel. Er hat sowohl im Berufsschulabschluss, als auch in der schriftlichen und mündlichen Kammerprüfung die Traumnote 1,0 erreicht. Sie beglückwünschten auch alle anderen Absolventen der Berufsschule II. (Foto: Buthke)

Traunstein – Mit den letzten Prüfungen gehe ein wiederum außergewöhnliches Schuljahr zu Ende und die ganze Schulfamilie atme erst einmal durch. Mit dieser Feststellung entließ der Schulleiter der Staatlichen Berufsschule II Traunstein, Oberstudiendirektor Andreas Gembala, 328 Auszubildende.


Die Zeugnisse gingen an Bankkaufleute, Fachlageristen und Fachkräfte für Lagerlogistik, Kaufleute im Groß- und Außenhandelsmanagement, Industriekaufleute, Kaufleute für Büromanagement, Rechtsanwaltsfachangestellte, Verkäufer und Kaufleute im Einzelhandel, Medizinische und Zahnmedizinische Fachangestellte, Pharmazeutisch kaufmännische Angestellte und Verwaltungsfachangestellte. 107 der 328 Absolventen erreichten einen Notendurchschnitt zwischen 1,0 und 1,5 und erhielten jeweils einen Staatspreis.

25 Schüler erreichten auch in diesem schwierigen Schuljahr die Traumnote 1,0. Nach den Worten Gembalas konnte mit Schuljahresbeginn im September zunächst in Präsenz unterrichtet werden. Mitte November erfolgte die komplette Einstellung des Präsenzunterrichts. Der Distanzunterricht ging dann durchgehend für alle Klassen bis Ende Februar. Danach erfolgte Wechselunterricht in Präsenz für Abschlussklassen. Die Beschulung aller Klassen im Wechselunterricht im Schulhaus begann Ende Mai. Seit Anfang Juni waren wieder alle Auszubildenden in allen Klassen im Präsenzunterricht.

»Digitales Lernen ist nicht für alle Auszubildenden gleich gut geeignet, denn vielen fehlt der direkte Kontakt zu den Lehrkräften«, meinte der Schulleiter. Sehr gewinnbringend seien deshalb die acht Wochen Präsenzunterricht nach den Pfingstferien gewesen. In dieser Zeit habe der Lernstand bei jedem einzelnen Auszubildenden gehoben werden können. Zudem konnte laut Gembala auch im Rahmen der Aktion »gemeinsam Brücken bauen« des Kultusministeriums eine bereits pensionierte Lehrkraft wieder für den Unterricht gewonnen und damit für die Auszubildenden zusätzliche Unterrichtsangebote gemacht werden.

»Ich möchte an dieser Stelle meinem ganzen Kollegium ein sehr großes Kompliment machen. Es hat von Anfang an unsere Schülerinnen und Schüler bestmöglich unterstützt und auf diese Weise sichergestellt, dass unsere Auszubildenden in diesem wiederum außergewöhnlichen Schuljahr ihre Berufsausbildung abschließen konnten«, betont der Oberstudiendirektor. Einige Lehrkräfte hätten sich im Rahmen des digitalen Unterrichtens so intensiv weiterqualifiziert, dass sie nicht nur die Lehrkräfte an der Schule bestmöglich unterstützen, sondern auch darüber hinaus, organisiert durch die Regierung von Oberbayern, Weiterbildungskurse für Lehrkräfte anderer oberbayerischer Schulen anbieten konnten.

Durch die Anstrengungen aller Beteiligten habe das gleiche Leistungsniveau bei den Berufsabschlüssen erreicht werden können wie in den Jahren zuvor. »Somit haben alle Auszubildenden, die Eltern, die Ausbildungsbetriebe, die zuständigen Stellen, alle Lehrerinnen und Lehrer und die Schulverwaltung immer wieder neue Wege gefunden, aber auch viele neue Wege gebaut, auf denen unsere frischgebackenen Absolventen nun zuversichtlich und wacker in ihre Zukunft schreiten können«, freut sich der Schulleiter.

Bjr

Mehr aus der Stadt Traunstein