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»Ihr wart für uns da, jetzt sind wir für euch da!«

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Traunstein: Stefanie Hertel spielte mit "More than Words" Benefiz-Konzert fürs NUTS – Neues Album "Home"
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Begeisterten das Publikum des Benefizkonzerts fürs NUTS: Lanny Lanner, Stefanie Hertel und ihre Tochter Johanna Mross. (Foto: Ortner)

Traunstein – Was gibt es Schöneres, als an einem lauen Sommerabend mit Freunden ein kühles Getränk und großartige Live-Musik zu genießen? Zum Beispiel bei einem Konzert von Stefanie Hertel, Lanny Lanner und Johanna Mross, die auf der NUTS-Sommerbühne im Traunsteiner König-Ludwig-Hof mit ihrer Band »More than Words« auftraten und ihr gerade veröffentlichtes Album »Home« präsentierten.


Dabei spielten sie völlig ohne Gage – alle Eintrittsgelder blieben beim NUTS. »Denn als ich aus New York zurückgekommen bin, war das NUTS für mich da. Jetzt möchten wir für das NUTS da sein«, erklärte Lanny bewegt.

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In der Tat stand Lanner seit 2016 jährlich solo oder mit Freunden auf der NUTS-Bühne; letztes Jahr im Mai zum ersten Mal auch als Familie mit Stefanie Hertel und Johanna Mross in einer ersten Version des »Sound of Nashville«. Nun also mit »richtiger« Band, aber auch hier mit vertrauten Musikern und Wegbegleitern. Denn am Bass begleitete sie Martina Císa ovà von der Dirndl-Rock-Band, Steffis Schlager-Bandprojekt. Am Schlagzeug sitzt Wolfgang Lindner, der Sohn des einstigen Bandleaders im »Musikantenstadl«. Unter den zahlreichen Besuchern waren neben vielen Fans auch Familienmitglieder, Freunde und Musiker, die gespannt auf die neuen Songs warteten.

Das Publikum bekam einen hervorragenden Mix aus Eigenkompositionen Lanny Lanners, Songs aus der US-TV-Serie »Nashville« und Hits und Coversongs, teils eigens für das Programm in neuem Countrygewand arrangiert. »Jolene« von Dolly Parton durfte ebensowenig fehlen wie »Take me Home« von John Denver oder »Sweet Home Alabama«, der Südstaaten-Klassiker schlechthin. Wohlige Gänsehautschauer gab es bei der Akustik-Ballade »True Colours« von Cyndi Lauper. Den Refrain des ABBA-Hits »Dancing Queen« sang jeder mit.

Country-Musik sei die Volksmusik der Vereinigten Staaten, erklärte Stefanie Hertel, Nashville das Zentrum dieser Musik, die »heimliche Hauptstadt«. Das Leben, die Aufs und Abs im Haifischbecken des Musikbusiness sowie zahlreiche gesellschaftlich relevante Themen wurden in den sechs Staffeln der US-Serie »Nashville« behandelt.

Als Komponisten fungierten hier nicht nur bekannte Country-Musiker wie Lucinda Williams, Patty Griffin, Steve Earle und John Paul White, Gitarrist und Sänger von The Civil Wars, auch der Brite Elvis Costello steuerte Songs bei. Für die drei ist das nicht nur eine Lieblingsserie, sondern auch große Inspiration »und als Johanna noch so groß war« – Stefanie Hertel deutet ihre Tochter etwa einen halben Meter kleiner an – »reifte in uns bereits der Wunsch und die Idee, einige dieser Lieder zusammen live auf die Bühne zu bringen.«

Besonderes Augenmerk richtete sich auf die Eigenkompositionen Lanners, der darin seine Erlebnisse, Erfahrungen, aber auch die Liebe zu seiner Familie thematisierte und dazu immer einen passenden Satz, eine Erkenntnis oder einen humorvollen Rat auf den Lippen hatte. Über New York, die Stadt, in der er zehn Jahre gelebt hat, sagte er: »Sie kann dich lieben und groß machen – oder aber über Nacht wieder ausspucken.« Junge Liebe sei ein empfindliches Pflänzchen, und man solle nie zerstritten zu Bett gehen.

Viel Beifall gab es für den wunderbaren Stiefvater-Stieftochter-Song »Some-thing like Dad« und die »Weltpremiere« des neues-ten Songs aus Lannys Feder »If you don’t dream it, you can’t do it« – »wenn du dir etwas nicht vorstellen kannst, wirst du es auch nicht erreichen«, erklärte er dazu. Die Zugabe »I’ll be there for you« widmeten Stefanie Hertel, Lanny Lanner und Johanna Mross Familie, Fans, Freunden und Wegbegleitern und dem NUTS. om

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