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Hunde und Katzen mit Vergiftungen – Polizei untersucht vermeintliche Giftköder

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Foto: Symbolbild, pixabay

Traunstein/Siegsdorf – Nachdem in den vergangenen Monaten mehrere Fälle von vergifteten Hunden und Katzen in der Region bekannt geworden waren, hat die Polizei das Fleisch der vermeintlichen Giftköder untersuchen lassen. Das Ergebnis: Es ist unbedenklich. Dennoch raten die Beamten zur Vorsicht.


Bereits am 18. November letzten Jahres wurde der Polizei die Vergiftung einer Katze gemeldet (zum Bericht). Das Tier musste trotz einer Behandlung sieben Wochen später eingeschläfert werden. In den folgenden Wochen wurden der Polizei weitere Vergiftungsfälle im Bereich der Traun zwischen Traunstein und Siegsdorf angezeigt. In den bisherigen Fällen weisen die Vergiftungssymptome auf ein Rattengift hin. Bekannt wurden auch zwei Fälle, in denen Hunde Gift aufgenommen hatten; ein Tier musste eingeschläfert werden.

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Anfang Dezember 2019 hat die Polizei daraufhin Fleischstücke sichergestellt und zur Untersuchung an die Ludwig-Maximilians-Universität in München geschickt. Es hatte, so die Polizei, nämlich Hinweise auf eine Frau aus Siegsdorf gegeben, die mit derartigen Fleischstücken Igel und Füchse fütterte. Dadurch wurden natürlich auch Ratten angezogen. Wie die Beamten weiter mitteilen, haben sie die Frau bereits auf die Problematik angesprochen; diese entgegnete ihnen jedoch, dass sie mit dem Füttern nicht aufhören wolle.

Zwischenzeitlich liegt auch das Untersuchungsergebnis vor. Das sichergestellte Fleisch war nicht vergiftet. Es ist für Tiere bedenkenlos.

Obwohl seit Jahresbeginn keine neuen Fälle mehr bekannt geworden sind, rät die Polizei allen Tierhaltern, ihre Hunde möglichst an der Leine und unter Aufsicht zu führen. Die Beamten gehen nach wie vor davon aus, dass Giftköder für Ratten möglicherweise nicht sorgfältig ausgelegt wurden und die erkrankten Katzen und Hunde auf unbekannte Weise damit in Kontakt gekommen sind. Die Beamten empfehlen außerdem, Hunde darauf zu trainieren, ohne Kommando keine Sachen aufzunehmen und auf Kommando liegen zu lassen.

Auch im Umgang mit Rattengift und anderen Giften mahnt die Polizei eine sorgfältige Umgangsweise gemäß den Gebrauchshinweisen an. Derartige Gifte sind auch für Menschen sehr gefährlich. Hinweise auf weitere Fälle nehmen die Beamten unter Telefon 0861/9873-0 entgegen.

Weitere Fälle in der Region

In der Gemeinde Halsbach ist zu Beginn des Jahres ein Hund an einem Giftköder gestorben. Auch weitere Hunde hatten das Gift aufgenommen, aber überlebten. Zum Bericht.

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