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Aus 20 verschiedenen Motiven kann man auswählen, um eine Grußkarte an Patienten im Krankenhaus zu verschicken. Sie werden im Klinikum ausgedruckt und den Patienten ans Bett gebracht. (Foto: Kliniken Südostbayern)

Grußkartenservice des Klinikums: Mit einem Klick eine Postkarte ans Krankenbett

Traunstein – Erinnern Sie sich noch an den letzten persönlichen Brief oder die letzte Postkarte, die Sie erhalten haben? Und wie steht es um die letzte E-Mail? Es mag sein, dass das analog Geschriebene immer weniger in Mode ist. Aber es ist doch nachhaltiger, bleibt in Erinnerung und ziert oftmals noch wochenlang Pinnwände in Küche und Hausflur. Gerade zur Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel werden trotz all der Digitalisierung noch haufenweise Briefe und Postkarten verschickt. Was für eine schöne Tradition! Ebenso ist es bei Glückwünschen, Trauer- oder Genesungswünschen. 


Eine Alternative dazu hat sich das Klinikum Traunstein vor etlichen Jahren ausgedacht. Zwar kann man auch dorthin Briefe und Postkarten schicken mit der Bitte, sie an die Patienten weiterzugeben. Oftmals ist der Empfänger aber schon wieder entlassen, ehe die Post ihn erreicht. Eine E-Mail oder Kurznachricht aufs Handy ist sicherer. Oder eben eine virtuelle Grußkarte, die im Klinikum ausgedruckt und dem Patienten direkt ans Bett gebracht wird. Vor allem auf der Entbindungsstation wird der Service häufig in Anspruch genommen, um den Müttern zur Geburt ihrer Babys zu gratulieren.

Auf der Internetseite der Kliniken Südostbayern findet man diesen Grußkartenservice. Es stehen 20 Karten-Motive zur Auswahl –für Winter, Sommer oder Frühling, Glückwünsche oder Genesungswünsche. Wenn man eines der Motive ausgewählt hat, kann man den Namen des Patienten und seine Nachricht eintragen. Und mit einem Klick ist die Post versandt. Im Klinikum werden die Postkarten dann in Farbe ausgedruckt und verteilt. »In der Regel bekommen die Patienten noch am selben Tag die Grußbotschaft auf die Station«, erläutert Klinikensprecher Ralf Reuter das Vorgehen.

Seit 2008 bieten die Kliniken diesen Service an, der gerade jetzt, da wegen der Corona-Pandemie ein Besuchsverbot gilt, häufiger genutzt wird. Laut Reuter werden täglich etwa zehn digitale Grußkarten eingesandt. »Da kommen schon im Jahr um die 3000 Grußbotschaften zusammen.« Ob es denn in all den Jahren schon kuriose oder ganz besondere Botschaften gegeben habe, wollte das Traunsteiner Tagblatt wissen. »So etwas haben wir noch nicht erlebt. Außerdem lesen wir den Inhalt der Grußbotschaften nicht«, so Reuter.

Neben den schriftlichen Grüßen kann man nach wie vor auch Blumen und Geschenke im Klinikum abgegeben; »zur Zeit an den Screeningstellen. Dort werden diese mit Aufklebern gekennzeichnet, so dass diese auch an die korrekten Patienten verbracht werden. Unsere Hohl- und Bringservice erledigt diese Dienste für unsere Patienten«, sagt der Kliniken-Sprecher.

Sicherlich eine schöne Überraschung und Aufmunterung. Wobei natürlich die persönliche Begegnung, das Gespräch, eine Umarmung all dies nicht ersetzen können.

ka

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