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Grüne stellen Wenta an die Seite von Wörner

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An der Spitze des Ortsverbands Traunstein stehen (von links) Martina Wenta und Wolfgang Wörner, die beiden Ortssprecher, sowie Kassiererin Ines Nachtnebel und Schriftführer Kristof Gluth. Wenta und Gluth sind jeweils neu im Amt. (Foto: Pültz)

Traunstein – Ihre Doppelspitze neu aufgestellt haben die Grünen in der Stadt in ihrer Hauptversammlung im Sailer-Keller. Zum einen haben die Mitglieder des Ortsverbands Traunstein Wolfgang Wörner einmal mehr das Vertrauen ausgesprochen und ihn nun erneut im Amt des Ortssprechers bestätigt. Zum anderen haben sie Martina Wenta zur neuen, gleichberechtigten Frau an der Spitze des Ortsverbands gewählt. Im Amt der Ortssprecherin folgt sie auf Katharina Stadler, die auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte.


»Wir haben ziemlich viel gemacht«, betonte Wörner in seinem Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre. Er erinnerte an zahlreiche Veranstaltungen in Traunstein – unter anderem auch an den Auftritt von Cem Özdemir, der im Europawahlkampf im vergangenen Jahr vor rund 600 Besuchern im Festzelt gesprochen habe. Wörner freute sich über »viele Besucher«, die sich für die Grünen und ihre Themen interessiert haben und interessieren. »Ich hoffe, dass wir so weiter machen können«, betonte er.

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Kassiererin Ines Nachtnebel berichtete, dass Ende 2018 rund 2600 Euro in der Kasse des Ortsverbands gelegen seien. Ende 2019 habe das Guthaben 8400 Euro betragen. Heuer seien die Rücklagen dann – bedingt vor allem durch den Kommunalwahlkampf – auf jetzt 1600 Euro zurückgegangen.

Aktuell 44 Mitglieder zählt der Ortsverband Traunstein von Bündnis 90/Die Grünen – und damit zehn mehr als vor zwei Jahren. Knapp die Hälfte war in den Sailer-Keller gekommen, um turnusgemäß nach zwei Jahren den Vorstand neu zu wählen.

Nach wie vor setzen auch die Grünen in Traunstein auf eine Doppelspitze: auf eine Frau und auf einen Mann, die den Ortsverband gemeinschaftlich führen. Martin Wenta übernimmt künftig den weiblichen Part an der Spitze. Die 34-Jährige ist, wie sie sich vorstellte, eine geborene Traunsteinerin, Mutter dreier Kinder, arbeitet in der Justiz und hat – berufsbegleitend – Politikwissenschaft studiert.

Für die Piraten hatte sie 2013 ein Mandat im Bezirkstag errungen, seit 2019 ist sie Mitglied der Grünen. Ihr Herz schlage, wie sie betonte, für eine grüne Politik in der Stadt Traunstein: für eine Politik, die »zukunftsweisend und enkeltauglich ist«. Politik im Großen und Ganzen zu betreiben, müsse künftig noch viel mehr heißen, Politik im Kleinen zu gestalten. »Die Kommune ist der Grundstein für die große Politik.«

Die Rolle des Ortssprechers behält Wolfgang Wörner, der sich schon seit 2008 – mit zwei Jahren Pause – an der Spitze des Ortsverbands engagiert. »Für mich ist ganz wichtig, dass der Haidforst so bleibt, wie er ist«, betonte er. Der Wald darf laut Wörner nicht abgeholzt werden, Betriebe dürfen sich nicht »hineinfressen«. Wörner setzt sich zum Ziel, dass Traunstein »grün bleibt« – und auch »lebendig«.

Im Amt der Kassiererin bestätigten die Mitglieder Ines Nachtnebel. Neuer Schriftführer ist Kristof Gluth. Die Beisitzer – in ihrer Zahl nun von den Mitgliedern des Ortsverbands von zwei auf drei aufgestockt – heißen Katharina Stadler, Stephan Hadulla und Wilfried Schott. Unter der Leitung von zweiter Bürgermeisterin Burgi Mörtl-Körner erfolgten alle Wahlentscheidungen – von Enthaltungen abgesehen – einstimmig.

Eine Reihe von Themen wollen die Grünen, wie die Diskussion zeigte, in den nächsten zwei Jahren aufgreifen. Die Mitglieder gaben zahlreiche Anregungen. So sehen sie unter anderem nach wie vor großen Handlungsbedarf in Sachen Radwege in Traunstein. Ihrer Ansicht nach fehlen weiter zahlreiche Strecken an vielen Ecken und Enden der Stadt.

Und aus dem Kreis der Mitglieder kam auch der Vorschlag, eine durchgehende Fußgängerzone von der Maxstraße über den Maxplatz bis zum Stadtplatz zu errichten. Traunstein sei, wie Hedwig Amann aus historischer Sicht sagte, als Begegnungsort entstanden – und nicht als Durchgangsstraße.

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