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Großer Festabend zum 100. Jubiläum des Trachtenvereins

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Die Kinder- und Jugendgruppe des Trachtenvereins Hochberg tanzte das »Mühlradl«. (Foto: Buthke)

Traunstein – Fast auf den Tag genau vor 100 Jahren, nämlich am 23. Mai 1919, wurde der Trachtenverein »D' Gmiadlichen Hochbergler« gegründet. Dieses runde Jubiläum wurde bei den Hochberger Festtagen im Festzelt in Höll gebührend gefeiert, wobei die Hochberger Trachtler dabei ihrem Attribut »gemütlich« alle Ehre machten. Trachtenvorstand und Festleiter Alfred Prosser erinnerte jedoch daran, dass der Trachtenverein seit 1989 mit der Freiwilligen Feuerwehr Hochberg alle fünf Jahre gemeinsam Jubiläum feiert. Wobei die Feuerwehr allerdings um 45 Jahre älter ist.


Die Glückwünsche der Stadt Traunstein überbrachte Oberbürgermeister Christian Kegel. Er sprach von einem wunderbaren Fest zusammen mit der Feuerwehr. Das 100. Jubiläum bedeute auch 100 Jahre Zusammenhalt sowie Pflege von Tradition und Brauchtum durch den Trachtenverein. Beide Vereine hätten es verdient, es an diesem Abend »krachen« zu lassen.

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Im Namen des Gauverbands I dankte Gauschriftführer Herbert Galler für die langjährige, tatkräftige Unterstützung für die Trachtensache. Obwohl die Zeit kurz nach Ende des Ersten Weltkriegs schwer und entbehrungsreich gewesen sei, haben Brauchtum, Sitte und Tracht damals einen hohen Stellenwert gehabt. Diese Werte müssten heute gepflegt werden. Galler rief die Trachtler deshalb auf, nicht locker zu lassen, damit diese Werte erhalten blieben.

Festleiter Prosser freute sich, dass die Schar der Trachtenkinder in seinem Verein so ansehnlich und der Bestand des Vereins gesichert ist. Ferner hob er den ehrenamtlichen Einsatz zahlreicher Vereinsmitglieder hervor. Die Bewirtschaftung des Festzelts habe der Trachtenverein mit Ausnahme des »Hendlbraters« gänzlich selbst gestemmt.

Das Festprogramm ging dank Ansager Alois Lankes aus Eisenärzt, der kurzfristig für den erkrankten Heini Albrecht in die Bresche gesprungen war, straff und zügig über die Bühne.

Die Kinder- und Jugendgruppe des GTEV Hochberg sang zunächst zwei Lieder und tanzte dann das »Bauernmadl« und den »Laubentanz«. Auch die Kinder- und Jugendgruppe der Hochberger feierten in diesem Jahr ein Jubiläum, denn sie wurde vor genau 55 Jahren gegründet. Die Jugend und die Aktiven Buam des Hochberger Vereins plattlten gekonnt den »Birkenstoaner«.

Zu Ehren des Jubiläumsvereins führte die Gaugruppe den Gautanz auf. Mit dem »Kronentanz« und dem Traunsteiner Plattler gab sich der Patenverein, der GTEV »Trauntal« Traunstein, die Ehre. Die Traunsteiner waren bei der Fahnenweihe 1935 der »Göd«. Da doppelt genäht bekannt besser hält, fragten die Hochberger bei der zweiten Fahnenweihe 1962 beim GTEV Siegsdorf an, ob sie nicht die Patenschaft übernehmen wollen. Als zweiter Patenverein ließen sich die Siegsdorfer nicht lumpen, tanzten das »Mühlradl« und plattlten die Ambosspolka. Selbstverständlich gab es von beiden Patenvereinen Jubiläumsgeschenke. Den Schlusspunkt setzten die Aktiven Dirndln und Buam des GTEV Hochberg mit dem Jubiläumstanz sowie alle Plattler gemeinsam mit dem »Hochberger«.

Zwischen den einzelnen Volkstänzen und Schuhplattlern sorgten die Musikkapelle Otting als Festmusik und die Gruppe »Blech-Bredl-Blos« für die musikalische Unterhaltung. Aus der Traunsteiner Region kommt die Trompe-Gruppe »Bayerische Jungwölfe«, die einige Stücke zum Besten gab. Die »Trompe« ist ein ventilloses Naturhorn, das vor allem bei der Jagd als Signalhorn benutzt wird. Geräuschvoll mischten die Hochberger Goaßlschnalzer mit ihren Auftritten mit, die heuer ihr 40-jähriges Bestehen feiern. Bjr