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»Glücklich werden ist aus allerlei Gesichtspunkten erstrebenswert«

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Mit Staatspreisurkunden und einem kleinen Geldpreis, gestiftet vom Landratsamt Traunstein und vom Förderverein der Berufsschule, wurden die Absolventinnen mit einem 1,0-Abschluss von Schulleiter Andreas Gembala (links) und stellvertretendem Landrat Sepp Konhäuser (Mitte) geehrt. (Foto: Buthke)

Traunstein – Nach erfolgreich bestandener Winterabschlussprüfung wurden in der Staatlichen Berufsschule II Traunstein 155 Schüler aus den Berufen Bankkaufleute, Fachkräfte für Lagerlogistik, Groß- und Außenhandelskaufleute, Industriekaufleute, Kaufleute für Büromanagement, Verkäufer/Kaufleute im Einzelhandel, Rechtsanwaltsfachangestellte, Medizinische Fachangestellte, Pharmazeutisch-Kaufmännische Angestellte und Zahnmedizinische Fachangestellte verabschiedet. 45 Absolventen mit einem Notendurchschnitt bis 1,5 erhielten Staatspreisurkunden der Regierung von Oberbayern.


Zusätzlich je einen Geldpreis, der vom Landratsamt Traunstein und vom Förderverein der Berufsschule zur Verfügung gestellt wurde, bekamen die Medizinischen Fachangestellten Katharina Wurm (Kliniken Südostbayern AG, Traunstein), Sophia Katharina Bürger (Dipl.-Med. Falk Laukandt, Obing), Anna Theresa Ebner (Dr. Eva Beausencourt, Berchtesgaden), Dorota Gläser (Dr. Joachim Hübner, Traunreut) und Miriam Roth (Dr. Stefan Söllner, Prien), die Kaufleute für Büromanagement Laura Hafner (Dr. Johannes Heidenhain, Traunreut), Anna Huber (Dr. Johannes Heidenhain, Traunreut), Stefanie Köberle (MXC, Waging), Theresa Prechtl (Lukas Meindl, (Kirchanschöring), Julia Lohner (Bernhart ConsKom, Engelsberg) und Julia Skalic (ADAC Südbayern, Traunstein) sowie die Industriekaufleute Vera Huber (Dr. Johannes Heidenhain, Traunreut), Michaela Andrea Wenzl (Dr. Johannes Heidenhain, Traunreut) und Regina Neumann (DS Smith Packaging Deutschland, Traunreut) durch Schulleiter Andreas Gembala und den stellvertretenden Landrat Sepp Konhäuser überreicht.

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In seiner Rede zitierte Schulleiter Andreas Gembala den Musiker John Lennon, der in der Schule gefragt worden sei, was er werden möchte, wenn er groß sei. Er habe geantwortet: »Glücklich«. »Werden Sie glücklich, denn glücklich zu werden, ist aus allerlei Gesichtspunkten erstrebenswert«, meinte der Oberstudiendirektor zu den Abschlussschülern. Aus der Glücksforschung sei nämlich gesichert, wer glücklich sei, habe mehr Energie und sei kreativer. Glücklich – Sein stärke das Immunsystem und festige Beziehungen. Wer glücklich sei, arbeite produktiver und erhöhe seine Lebenserwartung. Etwas dafür zu tun, glücklich zu sein, sei somit die lohnendste Anstrengung ihres Lebens. Glück sei jedoch kein Geschenk der Götter, sondern die Frucht der inneren Einstellung. Probleme, denen man sich entgegenstellt, würden durch Glück nicht kleiner werden oder gar verschwinden. Man könnte jedoch die innere Haltung und Sicht auf die Welt ändern, denn oft existierten Probleme nur in den Köpfen.

Gembala dankte den Absolventen zudem, dass sie der Berufsschule ihr Vertrauen geschenkt hätten. »Es ist und bleibt unser Ziel, alle jungen Menschen, die zu uns kommen, bestmöglich auf ihre persönliche Zukunft vorzubereiten«.

»In den vergangenen eineinhalb Jahren hatten Sie die Chance, Ihre Talente zu entfalten, die eigenen Möglichkeiten zu entdecken sowie Fähigkeiten und Leidenschaften auszutesten«, betonte der stellvertretende Landrat Konhäuser. Nun seien sie bestens qualifizierte Fachkräfte, die in unserer Wirtschaftsregion bei einer Arbeitslosenquote von nur 3,4 Prozent und einer Jugendarbeitslosigkeit von 2,8 Prozent hervorragende Zukunftsmöglichkeiten hätten. Doch nicht ausschließlich der Bedarf an Fachkräften und die Wirtschaft seien der Ansporn, denn der Berufsabschluss nutze dem Einzelnen ein ganzes Leben lang und sei außerordentlich wichtig für die individuellen Perspektiven und das gesellschaftliche Miteinander.

»Sie haben ein bedeutendes Etappenziel in Ihrem Leben erreicht«, sagte Traunsteins Oberbürgermeister Christian Kegel. Mit ihrem Berufsabschluss hätten sie bewiesen, dass sie die Fähigkeiten mitbrächten, um künftig im Berufsleben zu bestehen. Damit hätten die Absolventen das Fundament für ihre jeweilige berufliche Zukunft gelegt.

Kegel würdigte den Beitrag der Lehrer, Ausbilder und Eltern, der unverzichtbar für den erfolgreichen Schul- und Ausbildungsabschluss gewesen sei. Natürlich hätten die Absolventen ihre Bereitschaft, ihren Lernwillen und ihre Begeisterungsfähigkeit während der Ausbildungszeit und vor allem mit dem erfolgreichen Abschluss unter Beweis gestellt. »Die Grundlagen für ein erfolgreiches Berufsleben haben Sie gelegt, nun liegt es ganz wesentlich an Ihnen, weiterhin Ihre Chancen zu sehen und diese zu nutzen«, gab der Oberbürgermeister ihnen mit auf den Weg.

Schülersprecher Adrian Egger sagte, er habe das Gefühl, die Ausbildung habe erst gestern begonnen. Aber jetzt sei es vollbracht. Jeder habe sein Bestes gegeben. In der Erinnerung bleibe der Tag der Abschlussprüfung. Das jeweilige Abschlusszeugnis werde sie lebenslang in der Bewerbungsmappe begleiten. Bjr