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Gewerbegebiet an der Industriestraße erweitern? »Ökologie ist wichtig, aber auch Ökonomie«

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Foto: Montage (l. David Ebener, r. Jens Wolf; dpa)

Traunstein – Eine Grundsatzdiskussion wurde in der jüngsten Traunsteiner Stadtratssitzung geführt, als die Änderung des Flächennutzungsplans zur Erweiterung des Gewerbegebiets an der Industriestraße behandelt wurde. Dabei ging es um den Wert des Waldes, den Umgang mit Müll im Allgemeinen, aber auch um die Bedeutung von Gewerbesteuereinnahmen für Städte und Kommunen. Abgestimmt wurde nicht.

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Oberbürgermeister Christian Kegel sagte, dass es wichtig sei, das Verkehrsproblem an der Industriestraße zu lösen. Er sprach von einem »Flaschenhals, der einen sauberen Abfluss verhindert«. Diese Straße werde einem Industriegebiet nicht gerecht. Deshalb sollten die Planungen für einen Kreisverkehr unbedingt weiterverfolgt werden.

Stephan Hadulla (Grüne) sah das anders. »Das ist nur eine Engstelle, weil dort geparkt wird.« Seiner Meinung nach würde ein Parkverbot ausreichen. »Es ist unverantwortlich, Wälder niederzumähen«, betonte er. Außerdem gefiel ihm nicht, dass die dort ansässige Entsorgungsfirma immer größer werde. »Wir ziehen Müll an, da entsteht ein Mülltourismus. Wir sollten doch Müll vermeiden!«.

»Wir sollten dankbar sein«

Oberbürgermeister Christian Kegel sagte, dass in den 70er Jahren der Müll zum Teil einfach im Wald entsorgt worden sei. »Wir sollten also dankbar sein, dass wir eine solche Firma haben.« Denn dort werde der Müll ordentlich getrennt. Zum Thema Wald sagte Kegel, dass 100 Prozent Ausgleichsflächen geschaffen würden.

Mehr dazu lesen Sie in der Samstagsausgabe des Traunsteiner Tagblatts.

KR