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Georgiritt fällt zum zweiten Mal in Folge aus

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Zum zweiten Mal in Folge musste der Georgiverein Traunstein seinen traditionellen Georgiritt absagen. Foto: dpa

Traunstein – Das gab es in der langjährigen Geschichte des Georgiritts noch nie: Zum zweiten Mal in Folge wird die traditionelle Pferdewallfahrt aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. Das gab der Vorsitzende des Georgivereins, Albert Schmied, gestern bekannt.


Schon im vergangenen Jahr war der traditionsreiche Ritt, der als einer der größten in ganz Bayern gilt, wegen der Pandemie und des folgenden Versammlungsverbots abgesagt worden – damals zum ersten Mal seit 19 Jahren. »Die Enttäuschung ist natürlich riesig, aber uns bleibt nichts anderes übrig«, bedauerte Schmied damals.

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Den Georgiritt in Traunstein – traditionell am Ostermontag – gibt es seit 1892 und als »losen Ritt« seit 1762. Ausgefallen sei der Ritt im Ersten und Zweiten Weltkrieg und dreimal wegen der Maul- und Klauenseuche, nämlich 1952, 1966 und 2001. Nicht stattgefunden habe der Ritt laut Chronik auch 1955, »weil der Weg um das Ettendorfer Kircherl nicht begehbar war« – und nun 2020 und zum ersten Mal in Folge auch 2021 – wegen des Coronavirus. Den Georgiritt in Traunstein besuchen normalerweise über 10 000 Besucher, die tollen Bilder sind in ganz Bayern und darüber hinaus zu sehen. Doch weder wären unter den derzeitigen Bedingungen die traditionellen Rittbitten möglich, noch wäre mit Zuschauern zu rechnen gewesen. Das wiederum würde für den Verein – unabhängig von der zu vermeidenden Gesundheitsgefahr – ein großes Defizit bedeuten.

coho

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