Für Kammer und Rettenbach viel erreicht

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Der Dorfentwicklungsverein Kammer und Rettenbach zieht Bilanz. Große Projekte wie die Schulsanierung und der Turnhallenbau sind auf einem guten Weg. Markus Wimmer (Zweiter von links) wurde bei den turnusmäßigen Wahlen ebenso im Amt bestätigt wie sein Stellvertreter Christian Richter (links). Herbert Geppert (Dritter von links) bleibt Kassier. Oberbürgermeister Christian Hümmer sprach von einem »Ortsteil, in dem sich gerade sehr viel tut«. (Foto: Hobmaier)

Traunstein – Der Dorfentwicklungsverein Kammer und Rettenbach ist ein Gewinn für den gesamten Ort. Viele kleine und große Projekte hat er in den vergangenen Jahren angestoßen und vorangetrieben. In der Jahreshauptversammlung haben die Verantwortlichen nun eine Zwischenbilanz gezogen. Die Mitglieder bestätigten Markus Wimmer bei der Wahl zum Vorsitzenden im Amt. Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer unterstrich in seinem Grußwort die Wichtigkeit des Orts. Für das kommende Jahr steht der Lückenschluss in der Breitbandversorgung ganz oben auf der Agenda.


Egal, ob es um die Verbesserungen an der Ampelanlage, den Bau der Busbucht für mehr Verkehrssicherheit im Ort oder um große Projekte wie die derzeit laufende Kernsanierung der Schule und den Bau der Turnhalle geht, der Dorfent-wicklungsverein bringt sich in vielfältiger Art und Weise ein. »Wir bündeln die Interessen unserer Mitbürger und tragen diese in die unterschiedlichsten Gremien weiter«, so Markus Wimmer im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt.

Oberbürgermeister Hümmer lobte in seinem Grußwort die Vereinsmitglieder. »Durch euren Einsatz ist Kammer und Rettenbach derzeit ein Ortsteil, indem sich sehr viel tut.« Zudem informierte er darüber, wie mühsam und schwierig es oft ist, für den zentrumsfernen Ortsteil Förderungen zu erhalten. Häufig brauche es viel Überzeugungsarbeit, bis die entsprechenden Fördermittel zugesagt sind. »Kammer und Rettenbach ist für die Zukunft wichtig. Gerade mit den steigenden Schülerzahlen als Schulstandort, aber auch als Wohn- und Lebensraum in unserer Zuzugsregion«, so das Traunsteiner Stadtoberhaupt.

»Wir wollen die Interessen für unseren Ort auch in Zukunft vertreten und würden uns freuen, wenn der Verein weiterwächst«, wünscht sich Vorstand Wimmer. Die Erfolge könnten sich auch durchaus sehen lassen. »Ich hätte mir nie gedacht, dass wir in Sachen Schule und Turnhalle so schnell ans Ziel kommen, und freue mich, dass wir mittlerweile zusammen mit den Ortsvereinen bereits an der Feinplanung arbeiten können und die Umsetzung in naher Zukunft erfolgen wird«, freut sich der Vorstand.

Dabei sind die umtriebigen Mitglieder in vielen Bereichen aktiv – egal, ob es sich um die Nahversorgung, den Verkehr in und um Kammer und Rettenbach, die Entwicklung des öffentlichen Raums oder die Ansiedlung neuer Bürger geht. »Das Thema Ausbau des Truppenübungsplatzes haben wir natürlich auch im Blick. Unserer Ansicht nach ist es der falsche Weg, die Bevölkerung aus diesem Bereich auszusperren, gerade weil es über Jahrzehnte hinweg ein gutes Mitei-nander gegeben hat. Dennoch hat sich herauskristallisiert, dass wir bei diesen übergeordneten Interessen keine Chance haben«, so Markus Wimmer. »Es freut mich sehr, dass wir ansonsten bei allen Ämtern und Behörden dennoch auf offene Türen stoßen. Gerade in der Stadtverwaltung sowie im Stadtrat finden wir stets Gehör und Unterstützung für unsere Belange«, so Wimmer. Und weiter meinte er: »Ich bin auch sehr stolz da-rauf, dass wir Kammerer und Rettenbacher die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung stets nutzen und immer mit vielen Menschen an Workshops und Gesprächsangeboten teilnehmen. Damit konnten wir bereits viel in Bewegung bringen und umsetzen.«

Im kommenden Jahr stehe die Weiterentwicklung des Breitbandausbaus in den derzeit noch unterversorgten Gebieten ganz oben auf der Agenda, so der Vorsitzende weiter. Außerdem habe man wieder Workshops zur Entwicklung des öffentlichen Raums geplant, wolle sich dem Thema »Mitfahrbankerl« annehmen und die Homepage in ein modernes Design überführen. »Alle, die sich beteiligen möchten, sind herzlich eingeladen. Wir freuen uns natürlich, wenn unser Verein einen weiteren Mitgliederzuwachs erfahren würde.«

Bei den von Stadtrat Thomas Stadler geleiteten Wahlen wurde Markus Wimmer als Vorsitzender im Amt bestätigt. Christian Richter bleibt sein Stellvertreter und Herbert Geppert wurde für die kommende Legislaturperiode im Amt des Kassiers wiedergewählt. Max Hiebl ist der Schriftführer des Ve-reins und Andrea Brun­ner sowie Dominik Lehr machen die Vorstandschaft als Beisitzer komplett. Helmut Kuttler bleibt Kassenprüfer.

Über einen Zuwachs in der Vereinskasse konnte Kassier Geppert berichten. »Im Coronajahr 2020 hatten wir kaum Ausgaben, deshalb ist dieses Plus in der Kasse entstanden«, informierte er die Anwesenden. Zum Abschluss nutzten die Mitglieder die Möglichkeit zur Diskussion über die aktuellen Themen.

Die Verantwortlichen brachten außerdem ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass die Vereinsarbeit nach den strengen Kontaktbeschränkungen des vergangenen Jahres nun wieder in gewohnter Weise Fahrt aufnehmen kann und die Dorfentwicklung weiter vorangebracht werden kann. Hob

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