Fridays for Future: Hunderte demonstrieren im Traunsteiner Stadtpark

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Traunstein – Die Bewegung Fridays for Future hatte zum „globalen Klimastreik“ kurz vor der Bundestagswahl aufgerufen – und so versammelten sich am Freitagnachmittag laut Polizei etwa 300 Menschen im Stadtpark, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren.


Demonstrationsleitung Luca Barakat (16) aus Marquartstein zeigte sich zufrieden, dass dieser Aufforderung auch in Traunstein so viele gefolgt waren: „Ich freue mich, dass von Jung bis Alt über alle Generationen hinweg so viele Menschen gekommen sind.“

Nicht nur das Publikum, auch die Redner vertraten sämtliche Altersklassen. So sagte die 17-jährige Sophia Ganter aus Altenmarkt: „Klimaschutz ist ein Menschenrecht. Wir kämpfen für unsere Zukunft – wer, wenn nicht wir? Jedes eingesparte Zehntelgrad Erwärmung ist ein großer Erfolg und führt zum Erhalt der Lebensqualität zukünftiger Generationen.“ Ganter kritisierte, dass keine der großen Parteien ein konsequentes und ambitioniertes Klimaschutzprogramm vorzuweisen habe.

Aus dem Publikum meldete sich Günther Fembacher aus Traunstein und trat ans Mikrofon: „Über die Hälfte der zu wählenden Menschen ist über 55 Jahre. Ich möchte Menschen in diesem Alter, zu denen auch ich gehöre, daran erinnern, dass Klimaschutz vor allem für die Jüngeren gemacht werden muss! Ich erwarte von der Politik, dass sie entsprechende politische Vorgaben macht. Und meine Altersgenossen bitte ich, am Sonntag für das Klima zu wählen.“

Auch Luca Barakat appellierte in seiner Rede nochmals an die Politik: „In den nächsten Jahren werden viele Menschen ihre Heimat etwa wegen Überflutung verlieren. Es geht dabei nicht um ein Auto oder ein Haus, sondern um Menschenleben. Klimaschutz ist teuer, das stimmt – aber kein Klimaschutz ist viel teurer!“

JuC

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