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Der Edelkrebs Astacus astacus hat große Probleme aufgrund der Trockenheit.

Flusskrebse in Not – Rettenbach bei Kammer fast ausgetrocknet

Traunstein – Viele von ihnen lagen bereits tot im ausgetrockneten Bachbett des Rettenbachs, andere lebten noch, machten aber keinen guten Eindruck: Der Astacus astacus, ein einheimischer Edelkrebs, hat derzeit große Probleme aufgrund der Trockenheit.

Entdeckt worden waren die Tiere von den Betreuern des Horts in Kammer und den Kindern, die eigentlich gemeinsam zum Kneippen gehen wollten. Doch was tun? Einige der Flusskrebse lebten noch. Sie hatten sich in ein Rohr zurückgezogen, in dem noch ein kleines Rinnsaal lief. Also rief man beim Landesbund für Vogelschutz (LBV) an und bekam Unterstützung.

Sabine Pröls sammelte die noch lebenden Flusskrebse ein und brachte sie in den Umweltgarten nach Wiesmühl. Dort schwimmen sie nun in einem Aquarium, bis der Rettenbach wieder Wasser führt. Einfach in ein anderes Gewässer setzen – das sollte man nicht tun, wie der Vorsitzende des LBV, Frank Weiß, betont. »In der Traun etwa herrschen ganz andere Verhältnisse als im Rettenbach, es gibt andere Feinde und auch Krankheiten sind ein Thema«, sagt Weiß. Grundsätzlich gelte: »Arten sollten nicht von einer Stelle zu einer anderen verpflanzt werden.«

Ein Interview mit Dr. Bernhard Gum, Fischereifachberater des Bezirks Oberbayern, lesen Sie in der heutigen Samstagsausgabe (6. August) des Traunsteiner Tagblatts.

KR

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