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Feuerwehrhaus am Hochberg wird im November fertig

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Traunstein: Feuerwehrhaus am Hochberg wird im November 2020 fertig
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Der Bau des Feuerwehrhauses am Hochberg ist im Zeitplan, wie es in der Stadtratssitzung hieß. Allerdings sind die Kosten derzeit um rund 30 000 Euro teurer als zunächst geplant. Das Foto entstand vom Wanderweg »Rund-um-den-Hochberg« aus. (Foto: Reiter)

Traunstein – Im Zeitplan ist die Stadt mit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses am Hochberg. Derzeit liegen die Kosten bei rund 1,09 Millionen Euro – und damit rund 30.000 Euro höher als ursprünglich geplant. In der jüngsten Stadtratssitzung wurden weitere Aufträge vergeben. Gebaut wird das neue Feuerwehrgerätehaus einschließlich Löschwasserbehälter in Höfen, im November soll es bezugsfertig sein.


Einhellig vergab der Traunsteiner Stadtrat die Fliesenarbeiten an den günstigsten Bieter, die Firma Manfred Miller aus Bergen, zu einem Angebotspreis von 10.957 Euro. Die Bodenbelagsarbeiten übernimmt die Firma Fußboden Namberger aus Traunstein für 4236 Euro. Das war auch der Grund, warum Stadtrat Stefan Namberger (CSU) bei diesem Punkt nicht mit abstimmte. Die Beschichtung des Bodenbelags der Halle ging an die Traunsteiner Firma AS Beschichtungstechnik GmbH & Co.KG für 8817 Euro.

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Die Mehrkosten erklären sich laut Stadt dadurch, dass der Architekt die Baumeisterarbeiten um rund 19.000 Euro zu niedrig angesetzt habe. Des Weiteren gebe es ein paar zunächst nicht eingeplante Ausführungsänderungen, wie etwa eine Einstiegsklappe zum Löschwasserbehälter oder die Beschichtung der Fahrzeughalle.

Auf die Frage, was mit dem alten Feuerwehrhaus am Hochberg passiert, teilte die Stadt schriftlich mit: »Es besteht ein notariell verbriefter Rückübertragungsanspruch an den vormaligen Eigentümer der Grundstücksfläche. Die Details hierzu werden momentan verhandelt und sind deshalb noch nicht spruchreif.« Das alte Feuerwehrhaus in der Nähe des Sendemastes habe funktional nicht mehr die Mindestanforderungen erfüllt. »Eine Erweiterung wurde daraufhin geprüft und über eine Machbarkeitsstudie geplant, aus unterschiedlichen Gründen aber verworfen«, so die Stadt. Letztlich entschied man sich daher für den Neubau einige Höhenmeter weiter unten.

Einhellig fiel auch die Entscheidung in Bezug auf die Einführung einer offenen Ganztagsklasse an der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule aus (zum Bericht). Die Stadträte hatten nichts dagegen. Der Anteil der Kommune pro Schuljahr und Gruppe bis 16 Uhr beläuft sich auf 6150 Euro, so die Stadt. »Es gibt Schüler, bei denen es wichtig ist, wenn sie nachmittags betreut werden«, sagte Thomas Stadler (Grüne). Das könne die verschiedensten Gründe haben – »doch wir müssen einfach schauen, dass auch diese Schüler gute schulische Leistungen erzielen können.« Deshalb freute sich der Lehrer der Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule, dass es ab dem kommenden Schuljahr eine Ganztagsklasse an seiner Schule geben wird.

Angeschafft werden soll eine neue Saug-Kehrmaschine für den Bauhof. Die alte Maschine hat mittlerweile 8000 Betriebsstunden auf dem Buckel. »Es droht ein Totalausfall«, wie die Stadt in ihrer Beschlussvorlage für die Sitzung mitteilte. Mit einer Gegenstimme von Albert Rieder (UW) wurde der Auftrag an die Firma Hako GmbH aus Germering vergeben. Zweiter Bürgermeister Hans Zillner betonte, dass es in der näheren Umgebung keine Firma gebe, die so eine Saug-Kehrmaschine anbiete.

Zu den Kosten wollte die Stadt auf Nachfrage nichts sagen. Sie berief sich auf das Vergaberecht und ein Schreiben des Innenministeriums in diesem Zusammenhang, nachdem bei Lieferungen der Auftragswert zu vertraulich zu behandelnden Daten gehöre. KR

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