Fertiggestellte Turnhalle des AKG kostet 500.000 Euro weniger als angenommen

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Der Bau der AKG-Turnhalle kostet die Stadt, wie sich jetzt herausstellt, rund eine halbe Million Euro weniger, als sie bislang angenommen hatte. (Foto: Pültz)

Traunstein – Eine gute Nachricht verkündete der Kämmerer der Stadt, Reinhold Dendorfer, im Finanzausschuss des Stadtrats: Die vor zwei Jahren fertiggestellte Turnhalle des Annette-Kolb-Gymnasiums (AKG) kostet die Stadt rund eine halbe Million Euro weniger, als sie bislang angenommen hatte. Der Landkreis, der Bauherr, habe nun die Endabrechnung vorgelegt. Und aus diesem Zahlenwerk gehe hervor, dass der Anteil an den Gesamtkosten, den die Stadt übernehmen muss, rund fünf Millionen Euro betrage – und damit nicht, wie bislang angenommen, 5,5 Millionen Euro. Dendorfer sprach von einem »erfreulichen Ergebnis«.


Der Landkreis hat die Turnhalle samt einem Anbau errichtet. Neben dem Gymnasium mit dem Schulsport hat dort auch der Turnverein Traunstein (TVT) eine neue Heimstatt gefunden. Der TVT hatte sein Gelände in der Au mit der Franz-Eyrich- und der Kurt-Binder-Halle an die Stadt verkauft, die dort dann den Salinenpark schuf. Den Erlös – 590.000 Euro – steckte er in den Bau der neuen Halle und in den nun laufenden Betrieb.

Schon seit zwei Jahren läuft der Betrieb in der neuen Halle. Baubeginn war im November 2016 gewesen, Anfänglich ergaben sich Verzögerungen: Während der Aushubarbeiten stieß man auf mit Schwermetallen und Altöl belastetes Erdreich, das man dann zeit- und kostenintensiv eigens entsorgen musste. Fertig war der Neubau knapp drei Jahre später. Die Einweihung erfolgte im September 2019. Und jetzt, zwei Jahre später, hat der Landkreis den Schlussstrich unter die Baumaßnahme gezogen und die Endabrechnung erstellt.

Wie von allem Anfang an ausgemacht war, übernimmt die Stadt Traunstein einen Teil der Kosten. Doch ganz so tief wie angenommen muss sie nun doch nicht in ihre Tasche greifen. Im Juli 2018 – also während des Baus – hatte der Landkreis die Kosten geschätzt. Und damals hatte sich dann errechnet, dass die Stadt rund 5,5 Millionen Euro berappen muss. In der nun vorliegenden Endabrechnung hat sich eine Korrektur nach unten ergeben.

Dendorfer nannte zwei Gründe. Zum einen seien die Gesamtkosten für die Baumaßnahme in der Endabrechnung mit nun rund 11,18 Millionen Euro um rund eine halbe Million Euro niedriger, als sie in der Schätzung im Juli 2018 mit 11,68 Millionen Euro angenommen worden waren. Und zum anderen sei der staatliche Zuschuss mit 2,73 Millionen Euro am Ende um 500 000 Euro höher ausgefallen als erwartet. Von dem einen wie auch dem anderen profitieren nun laut Dendorfer der Landkreis und die Stadt.

Der Kämmerer sprach von einer »Mehrfachhalle« – und damit nicht nur von einer »Dreifachhalle«. Unter Einbezug des Anbaus für die Ringer des TVT müsse man genau genommen von einer »Vierfachhalle« sprechen. Die Kosten seien mit dem Landkreis abgestimmt.

Von einem »hoch erfreulichen Ergebnis«. sprach Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer. »Wir kommen mit einer halben Million günstiger weg, als wir gedacht hatten.« Und er freute sich auch, weil die Kosten für eine Baumaßnahme am Ende »einmal nicht nach oben, sondern nach unten gehen«.

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