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Fensterscheibe von Krypta eingeschlagen: Auswertung der Spuren läuft noch

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Traunstein: Fensterscheibe von Krypta eingeschlagen: Auswertung der Spuren läuft noch
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Klebestreifen sind das sichtbare Zeichen, dass eines der vier Fenster in der Tür zur Urnenkrypta fehlt: Die Polizei geht nach wie vor davon aus, dass eine Person nach der Schließung der Krypta eingesperrt war und sich dann gewaltsam wieder Zutritt ins Freie verschaffte. (Foto: Pültz)

Traunstein – Eine eingeschlagene Scheibe in der Tür zur Urnenkrypta auf dem Waldfriedhof gibt nach wie vor viele Rätsel auf. Eine Woche nach der Sachbeschädigung hat die Polizei noch keine weiteren Erkenntnisse gesammelt, die Licht ins Dunkel der Vorgänge bringen.


Auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts teilte ein Sprecher der Polizeiinspektion Traunstein am Freitag mit, dass die Auswertung der Spuren noch nicht abgeschlossen sei. Nach wie vor sei jedoch davon auszugehen, dass eine Person am Freitag, 27. Dezember, nach der Schließung der Tür in der Krypta eingesperrt gewesen und dann ausgebrochen sei.

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Der Waldfriedhof ist eine Einrichtung der Stadt – und somit gehört ihr auch die Krypta, die in diesen Tagen im Brennpunkt steht. Die Stadtverwaltung hatte den mysteriösen Vorfall vor einer Woche bemerkt und dann die Polizei eingeschaltet. Die Beamten sicherten die Spuren.

Und aufgrund der Sachlage ergab sich vor Ort eine Vermutung: Weil die Scherben nicht innerhalb, sondern vielmehr außerhalb der Krypta gelegen seien, so der Sprecher der Polizei, sei davon auszugehen, dass die Person das Fenster von innen eingeschlagen habe – und dass die Scherben dann außen an der Tür heruntergefallen seien.

Der Polizist erwartet, dass die Ergebnisse der spurentechnischen Behandlung in den nächsten Tagen vorliegen. Aufgrund der Feiertage ziehe sich die Auswertung in die Länge. Aus der Bevölkerung habe die Polizei keine Hinweise bekommen.

Auch Manfred Bulka, der Leiter des Ordnungsamts, vermutet, dass jemand nach Schließung des Waldfriedhofs um 18 Uhr in der Krypta eingeschlossen worden sei, dann ein Fenster in der Tür zerstört und sich »wieder Zutritt ins Freie verschafft« habe. Wer die Scheibe eingeschlagen hat, weiß auch Bulka nicht. Die Person habe sich in der Verwaltung nicht gemeldet.

Die Schließung der Krypta-Tür sei an diesem Abend wie immer erfolgt. Auch an diesem Tag habe zunächst Glockengeläut eingesetzt und das Ende der Besuchszeit auf dem Waldfriedhof angekündigt. Und dann habe die Frau, die diese Aufgabe im Auftrag der Stadt erledigt, die Schließung vorgenommen. Auch die Tür zur Urnenkrypta habe sie abgesperrt. Eine Person gehört oder gesehen habe sie nicht, so Bulka. »Sie hat nichts bemerkt.«

Nicht allzu groß ist die Scheibe, die zu Bruch gegangen ist. Vier Fenster zieren die Tür im oberen Bereich, eines von ihnen hat der oder die Täterin eingeschlagen. Ein Ausstieg durch diese kleine Öffnung muss – wenn er denn erfolgt ist – alles andere als einfach gewesen sein.

Die eingeschlagene Scheibe hat die Stadt noch nicht ersetzt. Klebestreifen sind angebracht, damit sich niemand verletzt. Ein neues Fenster wird nach Angaben von Bulka nach dem 6. Januar von Mitarbeitern des städtischen Bauhofs eingesetzt.

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