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»Es gibt mehrere Varianten« – Wie geht es weiter mit dem Ruinen-Grundstück an der B304?

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Das Staatliche Bauamt Traunstein möchte im Bereich der sogenannten »Schattensiedlung« eine sichere Fuß- und Radwegquerung über die viel befahrene Bundesstraße realisieren. »Derzeit wird abgeklärt, ob der Grunderwerb für eine Unterführung möglich wäre«, sagte Baudirektor Peter Maltan. (Foto: Reiter)

Traunstein – Nur ein kleiner Kieshaufen ist übrig von der Bauruine an der Salzburger Straße. Gekauft hat das Grundstück die Quartier Chiemgau Immobilien GmbH. Geschäftsführer Simon Schweiger hatte im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt gesagt, dass sowohl die Stadt als auch das Staatliche Bauamt ihr Interesse an der Fläche bekundet hätten. Wir haben nachgefragt.


Das ehemalige Haus an der Salzburger Straße stand über 15 Jahre leer und war 2005 von zwei Brüdern aus Penzberg gekauft worden. Eigentlich wollten sie es renovieren, doch mangels Geld gingen die Arbeiten über Jahre nicht voran. Das Gebäude verfiel immer mehr und wurde zur Bauruine, die dann vor gut eineinhalb Jahren auf die Bundesstraße stürzte.

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Wegen nicht sachgemäßer Entsorgung von Asbestplatten waren die Brüder dieses Jahr zu Haftstrafen auf Bewährung verurteilt worden. Einige Monate später kaufte die Quartier Chiemgau Immobilien GmbH das Grundstück und sorgte auch für die fachgerechte Entsorgung des kontaminierten Materials.

Auf dem Grundstück ist das Baurecht erloschen. Trotzdem hofft die Quartier Chiemgau Immobilien GmbH, »dass vielleicht etwas möglich ist«, wie Simon Schweiger sagte. Denkbar wäre aber auch ein Verkauf des Grundstücks. Sowohl die Stadt als auch das Staatliche Bauamt hätten ihr Interesse bekundet.

»Ein Interesse besteht seitens der Stadt nur dann, wenn der Eigentümer ein für die Stadt wirtschaftlich interessantes Angebot vorlegen würde«, teilte Eva Schneider von der Stadtverwaltung auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts mit. »Da dieses aber derzeit nicht vorliegt, gibt es auch keinerlei weitergehenden Überlegungen zu diesem Grundstück.«

Das Staatliche Bauamt Traunstein möchte im Bereich der »Schattensiedlung« eine sichere Fuß- und Radwegquerung an der viel befahrenen B304 realisieren. »Hierfür gibt es grundsätzlich mehrere Varianten«, sagte Baudirektor Peter Maltan. Denkbar wäre eine Unterführung oder eine Querungsinsel. »Derzeit wird abgeklärt, ob der Grunderwerb für eine Unterführung möglich wäre und ob die rechtlichen Voraussetzungen für den Bau einer Unterführung erlangt werden können.«

Auf die Frage, warum das Staatliche Bauamt das Grundstück dann nicht gleich gekauft habe – was vermutlich günstiger gekommen wäre – sagte der Baudirektor, dass für eine Unterführung nur eine Teilfläche benötigt werde. »Deshalb kam für uns ein Erwerb der gesamten Fläche mit Bebauung nicht in Betracht.« KR

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