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Der Vorsitzende und Austragbauer kann wirklich stolz sein auf diese Herzpochen-Tochter aus dem Familienbetrieb Hartl aus Bürghub in Seeon.

Erneuter Preisanstieg bei Jungkühen

Traunstein – Zuchttiere scheinen Mangelware zu werden. Gute Schlachtviehpreise und eine stärkere Selektion im Kälberbereich führen zu einer Reduzierung im Angebot – und das nicht nur in Traunstein, sondern auf allen bayerischen Zuchtviehmärkten. In Österreich und Südtirol finden im Sommer auch deutlich weniger Märkte statt. So fanden sich sehr viele Viehhandelsunternehmen am Markt ein, obwohl sie wussten, dass Jungkühe sehr begehrt sind.


Die Käufer, die sich für die drei Zweitkalbskühe und für die zwei Kalbinnen entschieden, konnten noch günstiger einkaufen. Bei den Jungkühen stieg das Preisniveau im Laufe des Marktes immer mehr an, berichtet der Rinderzuchtverband Traunstein. Die zwei trächtigen Kalbinnen kosteten 1900 und 2000 Euro. Drei Zweitkalbskühe wechselten für im Mittel 1933 Euro den Besitzer. Der mittlere Erlös der 38 verkauften Jungkühe lag bei 2368 Euro und damit auf einem neuen Höchstwert. Verhalten war nur die Nachfrage nach Zuchtstieren, die in einer Preisspanne von 1850 bis 2700 Euro den Besitzer wechselten.

Mit 2700 Euro Steigpreis erzielte ein reinerbig hornlos vererbender »Hex Hex«-Sohn aus dem Zuchtbetrieb Andreas Halmbacher aus Waldhausen den Spitzenpreis. Der größte Preisunterschied zu den anderen Stieren kommt mit Sicherheit aus der Hornlosigkeit. Der Stier wartete aber auch mit einer guten Bemuskelung und einem tadellosen Fundament auf. Dazu kommt, dass der Zuchtwert für Kalbeverhalten auch einen Einsatz auf Kalbinnen möglich macht.

Angeboten wurde auch ein »Huberbua«-Sohn mit sehr guten Zuchtwerten, in der Rangierung immerhin der Zweitbeste unter seinen 179 getesteten Halbbrüdern. Trotzdem fand er kein Interesse bei den bayerischen Besamungsstationen. Er geht für 2200 Euro in den Natursprung ins heimische Zuchtgebiet.

Drei Jungkühe wurden von der Bewertungskommission in Wertklasse 1 eingestuft. Der Zuschlag bei diesen drei Jungkühen erfolgte bei 2450 und zweimal 2650 Euro. Diese Jungkühe kamen aus den Zuchtbetrieben Hubert Hartl jun. aus Bürghub, Seeon, Thomas Stettner aus Waltlham, Schnaitsee, und Christian Niederbuchner aus Aiging.

Den höchsten Steigpreis erzielte jedoch Willi Siglreitmeier für eine Jungkuh mit 35 Kilogramm Milch und einer Melkbarkeit von 2,7 Kilogramm pro Minute.

Eine »Midwest«-Tochter mit einer Milchleistung von 29,5 Kilogramm Milch, aufgezogen im Zuchtbetrieb Andreas Niedermaier aus Truchtlaching, wechselte bei 2850 Euro den Besitzer. Für Jungkühe in der Wertklasse 2a wurden weitere siebenmal Steigpreise von 2700 und 2750 Euro erzielt.

Nur bei fünf Jungkühen mussten sich die Züchter mit einem Erlös unter 2000 Euro zufriedengeben, was für die enorme Qualität des Traunsteiner Markts spricht, so der Zuchtverband. Bei vier von ihnen lag die Milchleistung bei 23 Kilogramm, bei der fünften Kuh war eine Ansage für den niedrigeren Preis verantwortlich.

Zwei Stiere und drei Jungkühe blieben im eigenen Zuchtgebiet. Ein Stier, eine Zweitkalbskuh, zehn Jungkühe und eine Kalbin blieben innerhalb Bayerns. Ein Stier, zwei Zweitkalbskühe, 25 Jungkühe und eine Kalbin wurden in die Niederlande und nach Südtirol verkauft. Der nächste Kälbermarkt findet am Mittwoch statt. Der nächste Großviehmarkt ist am 25. August.

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