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Erhebliche Probleme beim Heilig-Geist-Steg

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Traunstein Brücke
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Eigentlich hätte die Brücke zum Schuljahresbeginn fertig werden sollen. Nun gibt es erhebliche Probleme. Eine schnelle Lösung ist wohl nicht in Sicht. (Foto: Reiter)

Traunstein – Eigentlich hätte der Heilig-Geist-Steg in Hufschlag zum Schulstart längst fertig sein sollen. Doch nach ersten Verzögerungen und Problemen in den vergangenen Wochen und Monaten, teilte das Staatliche Bauamt nun mit, dass deutliche Lageabweichungen an den Stoßstellen der beiden Bauteile festgestellt worden seien.


»Im Moment klaffen die beiden Hälften dort, wo sie verschweißt werden sollen, zum Teil mehrere Zentimeter auseinander«, sagte Florian Paukner vom Staatlichen Bauamt in Traunstein auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts. Nach Lösungen wird gesucht. Wann die Brücke fertig wird, ist völlig unklar. Ein Gutachter wurde eingeschalten.

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Nach dem Einhub der zweiten Hälfte der Brücke (wir berichteten) waren deutliche Lageabweichungen an den Stoßstellen der beiden Bauteile festgestellt worden. Diese Abweichungen seien so groß, dass eine Endmontage der Brücke derzeit nicht möglich sei, so Paukner. Auf die Frage nach den Gründen für dieses »Loch« zwischen beiden Brückenteilen – war es ein Planungsfehler, ein Konstruktionsfehler oder gibt es eine andere Ursache? – sagte Florian Paukner: »Wie groß die vor Ort festgestellten Probleme wirklich sind und welche Ursachen sie haben, wird derzeit durch einen Gutachter untersucht. Bis zum Vorliegen des Gutachtens kann ich leider auch keine seriöse Aussagen zu Lösungsmöglichkeiten und zum weiteren Bauablauf machen.«

Wie lang sich die Fertigstellung der Brücke verzögern wird, auch das sei derzeit nicht absehbar. »Sicher ist leider, dass der vorgesehene Freigabetermin zum Schuljahresbeginn nicht gehalten werden kann«, sagte Florian Paukner. Die ursprüngliche Querungshilfe für die Schulkinder werde diese Woche wiederhergestellt, so dass die Bundesstraße bis auf Weiteres zumindest wie bisher überquert werden könne, so der Ingenieur des Staatlichen Bauamts. Ob der Bypass des Kreisverkehrs von der Bundesstraße 306 kommend in Richtung Freilassing für den Verkehr wieder freigegeben werden könne, werde entschieden, wenn nähere Erkenntnisse über die Dauer des Baustopps vorlägen, so Paukner weiter.

Mit dem Bau der 72 Meter langen und drei Meter breiten Geh- und Radwegüberführung im Traunsteiner Ortsteil Hallabruck sollte angesichts des zunehmenden Verkehrs und der vielen Schulkinder in den Neubaugebieten in Hufschlag für mehr Sicherheit gesorgt werden. Die Kosten von rund 1,9 Millionen Euro trägt der Bund. »Bisher ist es noch zu keinen wesentlichen Kostensteigerungen gekommen. Eine Prognose zur weiteren Entwicklung muss ich aber ebenfalls mit Verweis auf die im Moment noch völlig unklare Situation schuldig bleiben«, sagte Florian Paukner auf eine entsprechende Nachfrage. KR