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Einbrüche und blinde Zerstörungswut: Jugendliche randalierten an der Güterhalle

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Traunstein: Randale an und in der Güterhalle
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Gerne treffen sich Jugendliche zum Feiern an der Güterhalle. Einige von ihnen übertreiben es aber, wie in der jüngsten Stadtratssitzung bekannt wurde. (Foto: Reiter)

Traunstein – Das Gewerbegebiet Nord, die neu geteerte und gestaltete Reiffenstuelstraße mit Abbiegespur und das Bahnhofsareal wurden im Traunsteiner Stadtrat angesprochen. Vor allem rund um die Güterhalle gibt es immer wieder Probleme mit feiernden Jugendlichen, die dort randalieren.


Ernst Haider (UW) wollte bei Wünsche und Anfragen wissen, wie weit man in Bezug auf das Bahnhofsareal West sei. Oberbürgermeister Christian Kegel informierte, dass das Bundeseisenbahnvermögen (BEV) mitgeteilt habe, dass die Wertermittlung des Grundstücks bis Ende des Jahres dauere. Anschließend werde das Grundstück Investoren angeboten. Bis Ende Februar solle das laut BEV abgeschlossen sein und die Stadt könne dann – bei Interesse – gegen Höchstgebot einsteigen, so Kegel.

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Josef Hinterschnaiter (SPD) sprach den Übergang von der bereits geteerten Reiffenstuelstraße und des ungeteerten Teilstücks an. »Das ist wie ein Schlagloch«, sagte er. Oberbürgermeister Christian Kegel sagte zu, dass man sich das ansehen werde. Überprüfen wird die Stadt auch, ob das Schild »Vorfahrt achten«, vom Rossmann kommend Richtung Karl-Theodor-Parkplatz, schlecht zu sehen ist. Das kritisierte nämlich dritte Bürgermeisterin Traudl Wiesholler-Niederlöhner. »Die Autofahrer rauschen da einfach raus«, sagte sie.

»Eine echte Verbesserung«

Von einer »echten Verbesserung« in Zusammenhang mit dem Abbiegen, von der Reiffenstuelstraße kommend in die Salinenstraße, sprach Dr. Christian Hümmer (CSU). In Bezug auf das Gewerbegebiet Nord regte er an, dass an der Industriestraße die Grünfläche zwischen Gleis und Straße doch als Parkfläche genutzt werden könnte. Außerdem wünschte er sich Deckel für die Mülleimer auf Traunsteins Spielplätzen, »damit die Kinder da nicht reinlangen können«.

Das Parken an der Industriestraße habe die Stadt auf der Agenda, sagte Oberbürgermeister Christian Kegel. Außerdem überlege man, wie das Abbiegen von der Kotzinger Straße kommend in die Wasserburger Straße verbessert werden könne. Mögliche Varianten wären eine Spur für Links- und Rechtsabbieger bereits vor den Bahngleisen »und/oder eine Ampelanlage«, so Kegel, der aber um Geduld bat: »Das kann nicht alles auf einmal passieren.« Bezüglich der Deckel auf den Mülleimern sagte er zu, dass sich die Stadt das ansehen werde.

»Das ist gelebte Inklusion«

Karl Schulz (CSU) sprach das neue Angebot der Traunsteiner Bücherei an, die sogenannten Bücherboten. Sie gehen mit Büchern, CDs und DVDs zu alten oder behinderten Menschen, die selbst den Weg in die Bücherei nicht schaffen. »Das ist Teilhabe, das ist gelebte Inklusion«, freute er sich. »Unsere Bücherei ist unglaublich kreativ.«

Thomas Stadler (Grüne) sprach die feiernden Jugendlichen am Bahnhof an. »Dort läuft auch einiges in die Drogenrichtung«, sagte er und regte an, mit einem Streetworker das Problem anzugehen. »Damit wir diese jungen Leute wieder auf die Spur bringen«, so der Jugendreferent.

»Wir sind in ständigem Kontakt mit der Polizei«

Oberbürgermeister Christian Kegel hält wenig von einem Streetworker. »Da erreiche ich auch nur die, die mit sich reden lassen.« Er hofft, dass mit der Umgestaltung des Bahnhofsareals die Vorfälle, vor allem im Bereich der Güterhalle, weniger werden. »Wir sind auch in ständigem Kontakt mit der Polizei. Es gab in letzter Zeit mehrfach Einbrüche.« Oft werde mit blinder Zerstörungswut vorgegangen, berichtete der Oberbürgermeister. Fenster würden eingeschlagen, Latten herausgerissen. »Die, die das machen, reden auch nicht mit einem Streetworker«, ist Kegel überzeugt.

Verkehrsreferent Hans Zillner sagte in diesem Zusammenhang, dass vor der Güterhalle viele kleine Scherben liegen würden. »Wenn die Leute da mit dem Auto reinfahren«, gab er zu bedenken und wünschte sich, »dass sauber gemacht wird«. KR

 

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