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»Ein Stück Zukunft in der Hand«

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Die Traumnote 1,0 schafften (ab Zweiter von links): Hubert Höck, Florian Grimm, Michael Biermaier, Lukas Daxenberger, Anna Muggenhammer und Robin Westphal. Es gratulierten Schulleiter Wolfgang Kurfer (links) und Traunsteins Oberbürgermeister Christian Kegel (Zweiter von rechts) sowie stellvertretender Landrat Josef Konhäuser (rechts).

Traunstein – Festtag an der Staatlichen Berufsschule I Traunstein: 290 Berufsschüler erhielten ihre Abschlusszeugnisse, nachdem sie ihre Abschlussprüfungen erfolgreich abgelegt haben. Damit nicht genug: 28 von ihnen wurden aufgrund eines Notendurchschnitts von 1,5 oder besser mit einem Staatspreis bedacht. Sechs Schüler hatten die Traumnote 1,0: Hubert Höck, Florian Grimm, Michael Biermaier, Lukas Daxenberger, Anna Muggenhammer und Robin Westphal.


In 27 Klassen wurde unterrichtet und die Abschlüsse in den Fachrichtungen Elektroniker Fachrichtung Energie und Gebäudetechnik, Elektroniker für Betriebstechnik und Elektroniker für Geräte und Systeme, Anlagenmechaniker SHK, Metallbauer, Spengler, Industriemechaniker, Zer-spanungsmechaniker und Anlagenmechaniker sowie Verkürzer aus den Ausbildungsberufen Bäcker, Bäckereifachverkäuferin, Fachinformatiker und IT-Fachleute, Hotelfachleute, Köche, Maler, Schreiner und Zimmerer erreicht.

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In der Berufsschulaula regte die Fachschaft Religion/ Ethik traditionell mit besinnlichen Gedanken zum Nachdenken an. »Wir nehmen die guten Erinnerungen mit. Die Zeit hat sich gelohnt. Jeder hat jetzt eine Berufsausbildung«, war ihr Fazit aus dreieinhalb Jahren Ausbildungszeit. Studiendirektor Friedrich Hoffmann betonte in der Begrüßung, dass der Erfolg viele Väter habe. Hätten doch auch Eltern und Verwandte, Lehrer und Ausbilder in den Betrieben mitgeholfen, dass die Ausbildungszeit erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Vertreter aus Verwaltung, Politik und Organisationen hätten die entsprechend guten Rahmenbedingungen geschaffen.

Daniel Parzinger und Benjamin Karl von der Schülermitverwaltung betonten, dass die erfolgreichen Berufsschüler die anspruchsvollste Herausforderung der letzten Zeit erfolgreich abgeschlossen hätten. Stellvertretender Landrat Josef Konhäuser überbrachte die Glückwünsche von Landrat Siegfried Walch und würdigte den Erfolg der jungen Fachkräfte: Sie hätten eine große Etappe im Leben erfolgreich gemeistert. Trotz des Erfolgs rief er dazu auf: »Bleiben Sie am Ball.« Er betonte die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung. »Nicht die Art des Abschlusses zählt, sondern was man daraus macht.« Der Landkreis investiere in diesem Jahr für die unter seiner Trägerschaft stehenden Schulen 24 Millionen Euro. Investitionen in die Schulen seien eine Investition in die Zukunft.

Traunsteins Oberbürgermeister Christian Kegel lobte, dass sich die jungen Menschen in den vergangenen dreieinhalb Jahren enorm weiter entwickelt hätten. »Mit ihrem Zeugnis haben Sie ein Stück Zukunft in der Hand. Ihre Leistung verdient Respekt und Anerkennung.« Mit dem erfolgreichen Abschluss hätten sie ein Fundament für die weitere eigene berufliche Entwicklung gelegt. Kreishandwerksmeister Gerhard Kotter machte deutlich, dass die Absolventen nicht nur an Wissen und Erfahrungsschatz hinzugewonnen hätten, die Zeit der Berufsausbildung hätte auch die Persönlichkeit gestärkt. »Sie haben die nächste Stufe des Erwachsenseins erreicht.«

Studiendirektor Wolfgang Kurfer lobte die erfolgreichen Berufsschulabgänger: »Sie zeigten Durchhaltevermögen, Belastbarkeit und Fleiß und setzten das nötige Know-how, das Sie von Schule und Ausbildungsbetrieb bekamen, richtig ein.« Die Berufsschule sei Dreh- und Angelpunkt der gewerblichen regionalen und dualen Ausbildung. Er ermutigte die Absolventen, die richtigen beruflichen Weichen zu stellen. Lebenslanges Lernen sei dazu unerlässlich. »Handeln Sie lokal und denken dabei global«, sagte er mit Blick auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

Nach den Grußworten und Festreden wurden die Staatspreise verliehen. 28-mal lautete das Gesamtergebnis 1,5 oder besser. Herausragend dabei die sechs Besten, die die Traumnote 1,0 erzielten. Der Ehrung der Klassenbesten erfolgte von acht jungen Leuten, die während ihrer Ausbildung ein Auslandspraktikum machten. Die BSI nimmt an dem Erasmus+ Programm der Europäischen Union teil. Alexander Bichler, Andreas Herzog, Cornelia Hüttl, Anna Lindt, Sebastian Maier, Benjamin Öllerer, Stefanie Seitlinger und Martina Steinmaßl wurde der Europass-Mobilität verliehen.

Traditionell bayerisch ging es mit der Musikergruppe »Greiz und Quer« zu, die die musikalische Gestaltung an dem Festnachmittag übernahmen. awi