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»Ein Hort für Förderer und Forderer«

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Traunstein
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Bereit für den großen Umbau: Schulleiter Wolfgang Kurfer (links) bekam vom Förder- vereinsvize Wolfgang Stark hilfreiche Bau-Utensilien für die Generalsanierung der BS I.

Traunstein – Auf stabile Mitgliederzahlen blickt der Förderverein der Staatlichen Berufsschule I in Traunstein bei seiner Mitgliederversammlung zurück. 105 Mitglieder umfasst der Verein. Er sei ein »Hort für Förderer und Forderer«, wie Schriftführer Friedrich Adler in Vertretung des erkrankten Vorsitzenden Gerhard Kotter betonte.


Die Mitgliederzahlen blieben stabil auf hohem Niveau. 4400 Euro habe man im vergangenen Jahr für Schüler aufgewendet. Finanzielle Förderungen bei persönlichen Engpässen für Schulaktivitäten waren genauso dabei, wie ein Schülerkopiergerät, Schülerfahrten und Zuschüsse zum Erasmus-Plus-Programm. Förderziele für das kommende Jahr sind unter anderem verschiedene Fortbildungsmaßnahmen, Auslandspraktika im Rahmen von »Erasmus+« und das Ausloben des Schulpreises, der in diesem Jahr ausgefallen war. Das aktuelle Guthaben des Vereins bewegt sich knapp unter dem fünfstelligen Bereich.

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Oberstudiendirektor Wolfgang Kurfer betonte, die Zusammenarbeit mit dem Förderverein verlaufe reibungslos. »Er ist ein sehr guter Rückhalt.« Er gab einen Überblick über die statistischen Zahlen der BS I, in der inklusive der Berufsfachschule für gastgewerbliche Berufe, dem Berufsvorbereitungsjahr BIK und dem Berufsintegrationsjahr BIK 2355 Schüler in 106 Klassen von 78 Lehrkräften unterrichtet werden – »aus insgesamt 35 Nationen«. Nach in der Spitze fünf Flüchtlingsklassen habe man jetzt nur noch eine Klasse, in der Flüchtlinge unterrichtet werden. »Der große ‚Run’ ist vorbei.«

Kurfer betonte, dass die Berufsfachschule zum Schuljahresbeginn auf der Kippe gestanden habe. Mit anfänglich 18 Schülern habe man diese aber – auch in Zusammenarbeit mit der Berufsschule Freilassing – halten können. Kritik kam von den Mitgliedern, dass dieses Jahr der Grundbildung von den Arbeitgebern aber nicht anerkannt und auf die Lehrzeit angerechnet werde, was das Interesse der jungen Schüler nicht unbedingt erhöhe. Erfreut zeigte er sich über eine kräftige Steigerung der Schüler im IT-Bereich. Metall und Elektro seien gewohnt stark und im Bereich Bau, Holz und Farbe habe man in etwa gleichbleibende Zahlen. Dagegen seien diese im Ernährungsbereich mit rund 30  Bäckern, Verkäufern und Konditoren deutlich rückläufig. Die Metzgerausbildung gibt es ohnehin in Traunstein nicht mehr. »Das tut uns sehr weh«, so Kurfer.

Kurfer ging umfassend auf die anstehende Sanierung der gewerblichen Berufsschule ein, deren Kosten sich auf rund 50  Millionen Euro belaufen. Die Kernsanierung der Schule, deren Beginn für das kommende Jahr geplant ist, wird nach Plan bis zu sieben Jahre dauern, bis die, in mehreren Abschnitte eingeteilte, Sanierung fertig sein soll, die der Schule innen wie außen ein völlig neues Gesicht und eine fachliche Kompetenz geben soll. »Manche sprechen vom Berliner Flughafen in Traunstein«, war ironisch aufgrund der langen Sanierungsdauer zu hören. Kurfer lobte die Zusammenarbeit mit dem Hochbauamt des Landratsamts: »Die Zusammenarbeit stimmt.« Es werde in der kommenden Zeit einige interne und externe Informationsveranstaltungen zu der Großbaustelle geben. Dem »Kopf der Schule« überreichten die Vereinsverantwortlichen einen Bauhelm, Ohrstöpsel und weitere Bau-Utensilien.

Ergänzend erwähnte Kurfer, dass sein Stellvertreter Matthias Vieweger, zum 1.  Dezember die Stellvertretung in der Wirtschaftsschule in Bad Aibling übernehmen werde. »Er hat in den zwei Jahren gute Arbeit geleistet«, betonte der Schulleiter. awi