weather-image
20°

Ein Haus mehr: »Kleine Änderungen« in Traunstorf abgesegnet

1.0
1.0
Traunstein: »Kleine Änderungen« im Baugebiet Traunstorf abgesegnet – Ein Haus mehr
Bildtext einblenden
Einer Änderung des Bebauungsplans Traunstorf im vereinfachten Verfahren wurde mit 24 zu 3 vom Traunsteiner Stadtrat zugestimmt. (Foto: Reiter)

Traunstein – »Es geht um kleine Änderungen«, sagte Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer in der jüngsten Sitzung des Traunsteiner Stadtrats. In Traunstorf können aufgrund einer veränderten Grundstücksaufteilung anstatt zwei nun drei Häuser gebaut werden. Eine Mehrheit des Stadtrats hatte gegen diese und zwei weitere Änderungen in Bezug auf den bestehenden Bebauungsplan nichts einzuwenden.


Neben dieser Änderung ging es im südöstlichen Teil des neuen Baugebiets um den Wunsch einer flexiblen Firstausrichtung. Des Weiteren möchte ein Bauherr, der zwei Bauparzellen im freiverkäuflichen Bereich des neu erschlossenen Grundstücks erworben hat, ein anderes Baurecht als vorgesehen ausnutzen. Städtebaulich gebe es in Bezug auf die drei Änderungen keine Bedenken, wie es hieß. Der Änderung des Bebauungsplans Traunstorf im vereinfachten Verfahren wurde mit 24 zu 3 zugestimmt.

Anzeige

Dagegen stimmten Wilfried Schott (Grüne) und zwei seiner Fraktionskollegen. Ihm gefiel nicht, dass ein Bauherr zwei Grundstücke erworben hat und dort nun ein Haus bauen will. »Wir haben das doch ausgewiesen, damit viele Familien Baugrund bekommen.«

Oberbürgermeister Christian Hümmer entgegnete, dass 60 Prozent der Grundstücke im Ansiedelungsmodell vergeben worden seien und 40 Prozent seien frei verkäuflich gewesen. »Da ist es auch zulässig, dass einer zwei erwirbt.« Das sei nicht verwerflich, »sondern dem Konstrukt des Ansiedelungsmodells geschuldet«, betonte er.

Nils Bödeker (SPD/Die Linke) machte sich Sorgen, dass es aufgrund der Änderungen im Bebauungsplan zu Verzögerungen kommen könnte. »Der Zeitraum wird immer enger, in dem Familien das Baukindergeld beantragen können«, sagte Nils Bödeker – worauf Oberbürgermeister Christian Hümmer betonte: »Wir werden alles dafür tun, dass dieses nicht flöten geht.«

Dritter Bürgermeister Josef Kaiser (UW) fragte nach der Dachform. Er sprach sich für ein Satteldach aus – trotz der Änderung der Firstausrichtung. »Wir sollten keine Fremdkörper in die Landschaft stellen«, betonte er. Dazu Bernhard Glaßl von der Stadtverwaltung: »Das Satteldach bleibt. Es wird nur gedreht«, so der Fachbereichsleiter Planen, Bauen und Wohnen. KR

Mehr aus der Stadt Traunstein