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Ein erster Schritt in Richtung Turnhalle

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An dieser Stelle soll die neue Turnhalle in Kammer gebaut werden. Das sogenannte Lehrerhaus (rechts neben dem Schulhaus) soll abgerissen werden. (Foto: Reiter)

Traunstein – Die geplante Sporthalle in Kammer war Thema im Traunsteiner Stadtrat. Sie soll zwischen Kindergarten und Grundschule errichtet werden. Die Kosten für den Bau belaufen sich nach ersten groben Schätzungen auf 3,2 Millionen Euro.


»Wir sind noch ganz am Anfang«, betonte Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer. Er stellte vier Varianten des Architekturbüros Leonhard Architekten aus Traunstein vor – wobei sich der Rathauschef für den dritten Vorschlag aussprach.

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»Wir wollen den Kindern möglichst viel Fläche zur Verfügung stellen«, sagte Hümmer zur Begründung. Und selbstverständlich gehe es auch um die Kosten.

Vor- und Nachteile der vier Varianten

Bei Variante eins würden Halle und Nebenräume komplett oberirdisch errichtet. Dies wäre die kostengünstigste Variante, allerdings würde viel Fläche des Pausenhofs wegfallen.

Bei Variante zwei hätte man im Vergleich dazu einen reduzierten Flächenverbrauch, nachdem nur die Halle oberirdisch errichtet würde, die Nebenräume aber unterirdisch Platz finden würden. Als Nachteile wurden aber auch hier der dann zu kleine Pausenhof angeführt und, dass Umkleiden und Sporthalle nicht auf einer Ebene wären.

Bei der bevorzugten Variante drei soll die Halle zur Hälfte abgesenkt werden, sodass das Dach als Pausenhof genutzt werden kann. Somit ergebe sich ein reduzierter Flächenverbrauch und der Pausenhof wäre für Kindergarten, Schule und Hort ausreichend groß, so die Verwaltung in ihrer Beschlussvorlage. Als Nachteil wurden die höheren Kosten von rund zehn Prozent im Vergleich zur günstigsten Variante angeführt.

Die Variante vier sieht vor, die Halle komplett abzusenken. Hier wurden als Nachteile die hohen Kosten und das fehlende Tageslicht angeführt. »Uns ging es darum, aufzuzeigen, was machbar ist«, sagte Oberbürgermeister Christian Hümmer. »Jetzt geht es in die konkreten Planungen, die wir im kommenden Jahr voranbringen wollen.«

»Das ist jetztschon alles sehr eng«

Thomas Stadler (Grüne) fragte nach Erfahrungswerten »mit Kindern auf dem Dach.« Er würde sich das gerne – zum Beispiel anhand eines Modells – ansehen.

Oberbürgermeister Hümmer betonte, dass dies in jedem Fall machbar sei. Und eine Veranschaulichung werde noch folgen.

Peter Forster (SPD/Die Linke) begrüßte, »dass wir hier vorwärts gehen«. Er fand es wichtig, dass das Ganze auch im Zusammenhang mit der geplanten Sanierung der Kammerer Schule gesehen werde. Außerdem betonte er, dass möglichst wenig vom Pausenhof wegfallen sollte.

»Das ist jetzt schon alles sehr eng dort und es wird noch enger«, gab Georg Osenstätter (Initiative Traunstein) zu bedenken. »Wir bauen den Ortskern ziemlich zu. Wir sollten da unbedingt Verbesserungen herbeiführen.« Wichtig war dem Stadtrat auch, dass weitere Parkplätze geschaffen werden. »Wir geben uns die größte Mühe«, betonte der Oberbürgermeister. »Aber das wird natürlich auch mit jedem Baukörper schwieriger.«

Simon Schreiber (CSU) sprach das Dach der Variante 4 an. Dieses habe eine ganz besondere Form. »Es sollte meiner Meinung nach ein Zweckbau werden, nicht dass wir Hunderttausende für die Architektur verschwenden.«

Zweite Bürgermeisterin Burgi Mörtl-Körner (Grüne) betonte, dass neben den Kfz-Stellplätzen auch an Fahrradständer gedacht werden sollte und Susanne Deckert (Initiative Traunstein) fragte nach dem zeitlichen Ablauf.

»Das hängt auch von den finanziellen Mitteln ab«

»Wir werden kommendes Jahr in die Planungsphase gehen«, sagte der Rathauschef. Er gehe nicht davon aus, dass 2021 schon gebaut werde. »Das hängt auch ein wenig von den finanziellen Mitteln ab«, betonte Christian Hümmer. – Fest steht aber zumindest, dass mit der Variante 3 weiter geplant wird. Eine Abstimmung gab es dazu nicht im Stadtrat. Das sogenannte Lehrerhaus wird abgerissen, um Platz für die geplante Turnhalle zu machen. KR

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