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Eigenes Angebot für konsumierende Jugendliche

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An Jugendliche mit Substanzkonsum richtet sich »JUB – Jugendberatung zu Suchtfragen« der Fachambulanz für Suchterkrankungen im Caritas-Zentrum Traunstein. Um die betroffenen Jugendlichen und ihre Angehörigen kümmern sich Lisa Haunerdinger (links) und Katharina Stelzer. (Foto: Buthke)

Traunstein – Mit dem neun Projekt »JUB – Jugendberatung zu Suchtfragen« stellt die Fachambulanz für Suchterkrankungen im Caritas-Zentrum Traunstein ab kommendem Freitag, 1. März, ein kostenloses Angebot zur Verfügung, das sich speziell an Jugendliche mit Substanzkonsum sowie deren Familien- und Freundeskreis richtet.


Für »JUB« wurde eigens eine neue Stelle geschaffen, die sich Lisa Haunerdinger und Katharina Stelzer von der Fachambulanz für Suchterkrankungen teilen. Finanziert wird die Stelle vom Landratsamt Traunstein. Mit »JUB« kann sich das Caritas-Zentrum gezielt an Jugendliche unter 18 Jahre richten, denn die Fachambulanz für Suchterkrankungen ist erst ab der Volljährigkeit zuständig. Der Hintergrund für das neue Projekt ist folgender: Immer öfter sind jedoch Jugendliche von Substanzkonsum wie Alkohol Drogen, Medien, Glücksspiel, Essstörungen und sonstigem süchtigen Verhalten betroffen.

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Aber nicht nur die Betroffenen selbst können sich bei »JUB« Rat holen, sondern zum Beispiel auch Eltern, Angehörige, Freunde, pädagogische Fachkräfte oder Jugendleiter in Vereinen, die sich über das veränderte Verhalten eines Jugendlichen Sorgen machen. Kommen können betroffene Jugendliche und der genannte Personenkreis aber nicht erst, wenn eine Sucht besteht, sondern bereits früher, zum Beispiel wenn ein erhöhter Missbrauch vermutet wird oder der Jugendliche selbst beziehungsweise der genannte Personenkreis seinen Konsum gar nicht richtig einschätzen kann.

»JUB« geht den Ursachen auf den Grund, bietet den Hilfesuchenden ihre Unterstützung an und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf und vermittelt in geeignete Therapien, falls eine Abhängigkeit vorliegt. Sie gibt Tipps, wie man mit den betroffenen Jugendlichen in Gesprächskontakt bleiben, sich jedoch als Angehöriger oder Freund selbst abgrenzen kann.

Dabei richten Haunerdinger und Stelzer einerseits den Fokus auf die mögliche Suchtentwicklung, um festzustellen, welche Probleme hinter dem Substanzkonsum stecken. Sie richten den Blick andererseits aber auch auf das Umfeld des betroffenen Jugendlichen, das unter Umständen auch mit einbezogen werden kann. Zudem stehen sie bei Bedarf in engem Kontakt mit der Erziehungsberatungsstelle des Caritas-Zentrums. Ferner leisten sie Präventionsarbeit in Schulen, zum Beispiel durch Workshops und Elternabende.

Haunerdinger und Stelzer bieten für »JUB« auch Außensprechstunden bei der Caritas in Grassau, Traunreut und Trostberg an. Dafür ist eine Anmeldung unter Telefon 08 61/98 87 74 10 notwendig. Im Caritas-Zentrum Traunstein gibt es jeden Donnerstag von 16 bis 17 Uhr eine offene Sprechstunde ohne vorherige Terminvereinbarung. Bei all ihren Tätigkeiten unterliegen hier Haunerdinger und Stelzer selbstverständlich der Schweigepflicht. Bjr