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Dringend Übungsfläche für Fahrtrainings gesucht

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Fahrsicherheitstraining am Königssee Foto: Kastner

Traunstein – Die Kreisverkehrswacht Traunstein hat sich nach den Worten des Kreisvorsitzenden Johann Bohnert im vergangenen Jahr wieder mit einer Vielzahl von Aktionen und Programmen aktiv für die Verkehrssicherheit im Landkreis eingesetzt.


»In der Vergangenheit waren wir mit unseren Fahrsicherheitstrainings bei der Müllumladestation Weiderting, der Autobahnmeisterei in Siegsdorf und der Chiemgauhalle in Traunstein unterwegs. Nachdem diese Plätze nicht mehr verfügbar sind, suchen wir wegen der sehr hohen Nachfrage dringend eine größere, geteerte Fläche mit Wasseranschluss«, lautete Bohnerts Bitte um Unterstützung an Gemeinden und Betriebe.

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Grundsätzlich steht die Kreisverkehrswacht allen Gemeinden und Städten nach vorheriger Absprache kostenlos zur Verfügung. »Wir sind ebenso bestrebt, die Zusammenarbeit mit den Schulen zu pflegen«, so der Kreisvorsitzende bei der Jahreshauptversammlung in den Räumen der Firma Richter & Frenzel. Weil die Veranstaltungen meistens im Freien durchgeführt werden, finden sie von Anfang März bis Ende Oktober statt.

Laut Bohnert konzentriert sich die präventive Arbeit auf die schwächeren Verkehrsteilnehmer, also Kinder und Jugendliche, Fahrradfahrer, Fahranfänger und Senioren. Dementsprechend wurden Vorträge in Kindergärten und Schulen sowie bei Seniorennachmittagen gehalten. Ebenso ließ sich die Kreisverkehrswacht mit ihren Aktionen bei Messen, Märkten und verkaufsoffenen Sonntagen sehen. »Dabei haben wir in den meisten Fällen unsere Simulatoren wie Fahrradsimulator, Pkw-Simulator und Reaktionstestgerät eingesetzt«, sagte Bohnert. Angeboten wurden auch Fahrsicherheitstrainings für junge Fahrer sowie Rollatorentrainings in Altenheimen.

Die größte Anschaffung war der Kauf eines Pkw-Simulators für 28 500 Euro. Die Finanzierung erfolgte durch eine Spendenaktion. Derzeit läuft eine weitere Spendenaktion: Für den Transport der Simulatoren soll noch heuer ein VW-Bus Syncro angeschafft werden. Ferner ist geplant, für den Transport der notwendigen Mittel für die Kindergartenprävention einen weiteren Anhänger zu kaufen.

5500 Euro Gewinn in der Kasse

Positiv war auch der Kassenbericht von Schatzmeisterin Elke Knottek. Die Einnahmen von 87 200 Euro bestanden hauptsächlich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden sowie Zuwendungen der Landesverkehrswacht und der Deutschen Verkehrswacht. Die Ausgaben von 81 700 Euro flossen im Wesentlichen in Präventionsveranstaltungen, die Anschaffung des Pkw-Simulators und die Zahlung von Mitgliedsbeiträgen an die Landesverkehrswacht. Unter dem Strich konnte Knottek einen Gewinn von 5500 Euro vermelden.

Die sichere Mobilität sei ein zentrales Anliegen unserer Zeit, gerade auch für den Landkreis Traunstein, sagte die stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber. Jeder wolle schließlich sicher durch den Straßenverkehr kommen. Deshalb sei der Landkreis Traunstein froh, dass die Kreisverkehrswacht so gut organisiert sei. Sie leiste mit großer Kompetenz wertvolle Arbeit für mehr Verkehrssicherheit.

Eine Satzungsänderung stellte der zweite Kreisvorsitzende, Florian Ertl, vor. Sie ist an die Mustersatzung der Deutschen Verkehrswacht angelehnt, die auf aktuelle Belange ausgelegt ist. Die wichtigste Änderung betrifft die Namensgebung. Statt Kreisverkehrswacht Traunstein heißt die Organisation künftig Deutsche Verkehrswacht – Verkehrswacht Traunstein. Zukünftig finden die Vorstandswahlen alle drei statt alle zwei Jahre statt. Ansonsten gibt es in der neuen Satzung ein paar kleinen Änderungen von Begrifflichkeiten. »Der Vereinszweck und Gemeinnützigkeit bleiben erhalten.«

Bei den Wünschen und Anträgen wies der stellvertretende Kreisvorsitzende des Auto-Clubs Europa (ACE), Günther Fix, auf die Schlaglochmelder des ACE hin. Wer Schlaglöcher sehe, könne sich an ihn wenden. Der Schlaglochmelder wendet sich dann an den Baulastträger. Die Erfolgsquote bei der Beseitigung von Schlaglöchern liegt laut Fix bei 70 Prozent.

Pallings Bürgermeister Josef Jahner wies darauf hin, dass Mofafahrer ebenfalls die Radwege benutzen dürfen. Der Jugendverkehrserzieher der Polizei, Michael Doppelberger, beklagte das mangelnde Engagement der Eltern, wenn es darum gehe, Schulwegehelfer zu stellen. Der Wunsch der Eltern sei zwar da, aber niemand sei bereit, selbst mitzumachen, so Doppelberger.

Sebastian Mayer, Fachberater für Verkehrssicherheit und Unfallverhütung beim Schulamt Traunstein, kritisierte, dass nicht in allen Gemeinden bei den Schulen eine Tempo-30-Zone eingerichtet sei. Bohnert entgegnete darauf, dies sei nicht Sache der Kreisverkehrswacht, sondern der jeweiligen Gemeinde und ihres Gemeinderats. Bjr

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