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Foto: pixabay Symbolbild

Digitalisierung geht weiter – Stadt verbessert Bildungsinfrastruktur an ihren Schulen

Traunstein – Die Stadt verbessert weiter die digitale Bildungsinfrastruktur an ihren Schulen. Über den Sachstand und die weitere Vorgehensweise hat Kämmerer Reinhold Dendorfer im Stadtratsausschuss für Planung, Bau und Digitalisierung berichtet.


Das Kultusministerium hatte zum 30. Juli 2019 eine Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen aus dem Förderprogramm »digitale Bildungsinfrastruktur an bayerischen Schulen« (dBIR) erlassen. Zweck der staatliche Förderung ist es, trägerneutral lernförderliche und belastbare, digitaltechnische Bildungsinfrastrukturen an den bayerischen Schulen zu etablieren sowie vorhandene Strukturen zu optimieren. Die Stadt Traunstein will diese Richtlinie bestmöglich für ihre drei Schulen – die Ludwig-Thoma-Grundschule, die Grundschule Haslach und die Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule – umsetzen.

In den letzten Jahren hatte die Stadt bereits an anderen Förderprogrammen zur Digitalisierung an ihren Schulen teilgenommen. In Traunstein liefen das »Digitale Klassenzimmer« (Ausgaben: 148.000 Euro, Zuwendung: 93.000 Euro), das »Sonderbudget Leihgeräte für Schüler« (113.000 Euro/90.000 Euro), das »Sonderbudget Lehrerdienstgeräte« (74.000 Euro/62.000 Euro) und die Aktion »Glasfaseranschlüsse/Wlan für öffentliche Schulen« (86.000 Euro/68.000 Euro).

Im Rahmen der Richtlinie für dBIR steht der Stadt Traunstein ein Zuwendungsbetrag von maximal 417.000 Euro zur Verfügung. Die Förderung entspricht 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben in Höhe von höchstens 463.000 Euro.

Im Sommer 2021 erfolgte an den beiden Grundschulen sowie der Mittelschule eine Bedarfsabfrage, um zu klären, welche Gegenstände im Rahmen der Richtlinie benötigt und folglich beschafft werden sollten. Zur Beurteilung des Bedarfs und zur Vorbereitung der notwendigen Ausschreibungsunterlagen beauftragte die Stadt dann ein Fachbüro. Das Ergebnis: Zur Verbesserung der digitalen Bildungsinfrastruktur sind demnach Anschaffungen im Wert von geschätzt 480.000 Euro erforderlich. Auf Grund dieser Summe ist eine EU-weite Ausschreibung erforderlich.

Nach der Richtlinie wurde der vorzeitige Maßnahmenbeginn zum 17. September 2019 zugelassen. Mit der Umsetzung kann daher nach Angaben aus dem Rathaus zeitnah begonnen werden. Die Maßnahmen müssen den Angaben zufolge bis spätestens 30. Juni 2024 abgeschlossen sein, der Antrag auf Zuwendung ist bis zum 30. Juni 2022 zu stellen.

Im Haushalt für 2022 und die folgenden Jahre sind im Vermögenshaushalt bei den jeweiligen Schulen die erforderlichen Mittel eingeplant. Auch die in Aussicht gestellten Zuwendungen sind anteilig veranschlagt. Folgekosten entstehen durch die Inbetriebnahme beziehungs­weise Erstinstallation der Geräte. Zuwendungen können beantragt werden.

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