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Die Straftatenliste war lang

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Statue der Justitia
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Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/Archiv Foto: dpa

Traunstein – Eine Reihe von Delikten aus dem Strafgesetzbuch ließ sich ein 41-jähriger Traunreuter im Jahr 2016 zu Schulden kommen. Neben Diebstählen und Computerbetrug leistete er sich einen Verkehrsunfall unter Alkohol- und Drogeneinfluss einschließlich Fahrerflucht.


Das Amtsgericht Traunstein verhängte gegen den Angeklagten eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren ohne Bewährung und ordnete seine Unterbringung in einem Bezirksklinikum zum Alkohol- und Drogenentzug an. Nur wenn er die Therapie erfolgreich absolviert, muss der 41-Jährige danach nicht mehr ins Gefängnis. Die Reststrafe wird dann zur Bewährung ausgesetzt.

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Die Liste der Straftaten begann am 13. Juli 2016. Auf der Staatsstraße 2104 im Gemeindegebiet von Traunreut kam der Angeklagte ohne Führerschein, aber mit Alkohol und Drogen im Blut, in einer Linkskurve mit seinem Auto von der Fahrbahn ab und prallte mit einem entgegenkommenden Wagen zusammen. Drei Personen wurden verletzt. Obwohl er den Unfall bemerkte, flüchtete der Traunreuter. Spätere Blutproben bei ihm wiesen noch knapp 0,8 Promille Alkohol sowie verschiedene Drogen nach.

Zwei Monate nach dem Unfall startete der 41-Jährige eine Serie von Diebstählen. Aus dem Einkaufskorb einer Kundin in einem Supermarkt am Traunring in Traunreut stahl er am 10.  September 2016 eine Geldbörse, darin 250 Euro in bar. Fünf Tage später erbeutete der Mann im gleichen Geschäft 140 Euro aus der Handtasche einer anderen Frau. Weitere fünf Tage danach suchte er einen Supermarkt an der Werner-von-Siemens-Straße heim, hatte dort allerdings kein Glück: Die Eigentümerin der Tasche lief dem Dieb hinterher und entriss ihm ihre Geldbörse. Erneut am ersten Tatort ließ der 41-Jährige am 22. September 2016 aus einer Handtasche 40 Euro und zwei EC-Karten mitgehen. Mit den Karten hob er in einer Bankfiliale 330 Euro ab. In einer Bäckerei am Traunring griff der Traunreuter am 5. November 2016 wieder in eine fremde Handtasche, die über eine Stuhllehne hing. Dieses Mal fielen ihm 120 Euro Bargeld in die Hände.

Das Amtsgericht sprach den Angeklagten schuldig wegen mehrerer vollendeter und eines versuchten Diebstahls, wegen Computerbetrugs, wegen fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs, fahrlässiger Körperverletzung in zwei Fällen, wegen Fahrens ohne Führerschein und wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort. Weiter ordnete Richter Christopher Stehberger das Einziehen von 1380 Euro als Ersatz für den Sachschaden bei dem Verkehrsunfall an.

Schließlich ging es im Urteil noch um den Führerschein: Die Verwaltungsbehörde wurde angewiesen, dem 41-Jährigen vor Ablauf von zwei Jahren keinen neuen Führerschein auszustellen. kd

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