»Die Stadt der 1000 Bänke«

Bildtext einblenden
Tief verschneit sind derzeit die Parkbänke in der Stadt. Doch laut Wetterbericht soll der Frühling bald zurückkommen – und dann werden die Sitzgelegenheiten wieder rege genutzt werden. Stadtrat Karl Schulz schlug in der jüngsten Sitzung vor, insgesamt 1000 Bänke im gesamten Stadtgebiet aufzustellen. Derzeit ist man bei 460. (Foto: Reiter)

Traunstein – Das Klimaschutzkonzept, »das Problem mit der Südostbayernbahn«, ein holpriger Übergang an einer Kreuzung und »die Stadt der 1000 Bänke« – die Themen waren vielfältig, die die Traunsteiner Stadträte in der jüngsten Sitzung ansprachen.


»Die Gastronomie braucht ein Zeichen und eine Perspektive«, betonte etwa Helga Mandl (Grüne). Sie regte an, wie vergangenes Jahr auch, den Gastronomen kostenlose Freischankflächen auszuweisen – am besten so viel Platz wie möglich.

Das sei bereits in die Wege geleitet, sagte Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer. »Wir werden großzügig sein, was die Ausweisung betrifft«, betonte er und ergänzte: »Dort, wo die Stadt zuständig ist.«

»Wir sollten gewappnet sein«, sagte Robert Sattler (SPD/Die Linke) in Bezug auf den Fall, dass ein E-Auto in der Rathaustiefgarage zu brennen beginnt. Er fragte: »Wer kann ein solches Auto da rausholen? Wer übernimmt die Kosten?«

Oberbürgermeister Hümmer sah hier keinen Unterschied zu anderen Autos. »Die Tiefgarage ist sicher. Der Brandschutz ist gewährleistet. Das gilt für alle Autos.« Die Verwaltung werde sich aber erkundigen, welche Firma beim Brand eines Elektrofahrzeugs zuständig ist.

Simon Steiner (Traunsteiner Liste) sprach das Klimaschutzkonzept an und fragte, ab wann, wo und wie sich die Bürger beteiligen könnten. Denn das sei ja Teil des Konzepts.

Oberbürgermeister Hümmer entgegnete, dass man so weit noch nicht sei. »Im Moment sind wir in der Phase eins, der Entwicklung einer C02-Bilanz für die Stadt Traunstein. Das ist die Grundlage.« Er gehe davon aus, dass Anfang Mai in die Diskussion gegangen werden könne. Ansprechpartner sei der Klimamanager der Stadt, Klaus Hechfellner. »Klar ist: Im September soll das Klimaschutzkonzept fertig sein«, betonte Hümmer.

Monika Stockinger (SPD/Die Linke) sprach die Kreuzung Richtung Sailer-Keller-Berg an. Dort sei der Übergang sehr holprig. »Auch der Rettungsdienst muss hier langsam fahren«, betonte Stockinger. Vielleicht sei es möglich, hier etwas zu machen? Der Rathauschef sagte zu, dass man sich das ansehen werde.

Karl Schulz (CSU) freute sich, dass in der Stadt 460 Parkbänke aufgestellt wurden. Doch er hatte einen Vorschlag: »Die Stadt der 1000 Bänke wäre doch ein schönes Ziel für Traunstein.« Vor allem für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sei es wichtig, dass die Abstände nicht zu groß seien.

»Wir werden da immer weiter machen«, bestätigte Oberbürgermeister Hümmer. »Es ist schön, zu sehen, dass das Angebot gut angenommen wird. Die Bänke sind gut belegt.« Rolf Wassermann (CSU) regte in diesem Zusammenhang an, auch mehr Bänke am Waldfriedhof aufzustellen.

Georg Osenstätter (Initiative Traunstein) sprach die Kreisstraße bei Kronacker an. Hier sei Tempo 100 erlaubt, »was für Anwohner und Kinder sehr gefährlich ist«, wie Osenstätter sagte. Er fragte, ob die Stadt in der Sache Kontakt mit dem Landratsamt aufnehmen könnte, ob hier vielleicht eine Beschränkung auf 70 oder 80 km/h möglich wäre. Das sagte der Rathauschef zu.

Wilfried Schott (Grüne) erwähnte nicht zum ersten Mal »das Problem mit der Südostbayernbahn«. Er sei von Müttern angesprochen worden, deren Kinder aufwachten, weil der Zug Richtung Ruhpolding so laut pfeife. Hier gehe es ja auch um das Thema Sicherheit, sagte OB Hümmer. »Aber ich werde schauen, was ich tun kann.«

KR

Mehr aus der Stadt Traunstein