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Fotos: H. Hobmaier

Die Rettenbacher Trachtler haben wieder Fahrt aufgenommen – Abgebrochener Maibaum sorgt für Aufsehen

Traunstein – Die Rechenschaftsberichte der Vorstandsmitglieder des GTEV Rettenbach in der Herbstversammlung der Trachtler im Gasthaus Jobst in Rettenbach waren allesamt von der Freude getragen, dass das Vereinsleben wieder Fahrt aufgenommen hat und man viele Veranstaltungen durchführen und besuchen konnte.


Für Aufsehen sorgte der abgebrochene Maibaum, den die Aktiven zusammen mit Dieben aus Surberg aufgestellt haben. Traunsteins 3. Bürgermeister Josef Kaiser brachte beim „Maibaumthema“ die Versammlungsteilnehmer zum Lachen. Die Theatergruppe begeisterte mit ihrem diesjährigen Stück „Die Gleisgeisterei“ für heitere und kurzweilige Stunden.

„Den Coronaschlaf haben wir hinter uns gelassen“, so das Fazit von Vorstand Franz Maier. Weiter berichtete er über den Ehrenabend des Gauverbandes 1, an den zahlreichen Persönlichkeiten für ihren Einsatz gewürdigt wurde. „Für großes mediales Interesse hat allerdings unser abgebrochener Maibaum gesorgt. Gott sei Dank ist niemandem etwas passiert und wenn er jetzt auch um ein paar Meter kürzer als geplant ist, war es eine gelungene Veranstaltung mit vielen Besuchern.“ Seinen ausdrücklichen Dank richtete er an die Stadt Traunstein, „die einen Hektoliter Bier für die Auslöseverhandlungen gestiftet hat“. Als großartige Veranstaltungen bezeichnete Franz Maier den Auftakt des Traunsteiner Frühlingsfestes, „wenngleich er in diesem Jahr auf Grund des Regens sprichwörtlich ins Wasser gefallen ist – aber im Bierzelt hat uns das dann nichts mehr ausgemacht“, so der Vorstand.

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Schriftführer Vinzenz Jobst gab einen Überblick über die Vereinstätigkeiten des Jahres. Dabei kam das rege Vereinsleben zum Ausdruck. Neben einer Maiandacht in Kammer beteiligten sich die Mitglieder unter anderem an der 72. Gautrachtenwallfahrt nach Maria Eck, der Gauversammlung und dem Gautrachtenfest in Bad Endorf, dem Gedächtnisgottesdienst der Kriegervereine auf der Kampenwand oder bei der Dorfmeisterschaft im Stockschießen. Außerdem waren sie beim Vier-Vereine-Preisplattln in Siegsdorf und dem Gaujugendpreisplattln in Saaldorf am Start und haben ein Vereinspreisplattln mit 43 Teilnehmern durchgeführt. 324 Mitglieder gehören dem Verein an, wovon 18 als Ehrenmitglieder geführt sind.

54 Nachwuchstrachtler und ihre Eltern beteiligten sich an einem Tagesausflug in den Münchner Tierpark. „Es war ein superschöner Tag und wir haben viel gelacht“, freute sich Jugendleiter Georg Jobst. Die insgesamt 24 Kinder und Jugendlichen hatten 28 Proben und 16 Auftritte. Weiter informierte er, dass die Rettenbacher heuer das 25. Vier-Vereine-Jugendpreisplattln ausrichten durften und sich dem Nachwuchs aus Eisenärzt und Vachendorf im friedlichen Wettstreit stellten. „Die Hochberger haben heuer leider kurzfristig abgesagt, ich hoffe aber, dass sie im kommenden Jahr in Vachendorf wieder dabei sind“, so der Jugendleiter. Beim Gaujugendpreisplattln waren gleich acht Teilnehmer aus Rettenbach am Start. Maria Huber landete in ihrer Wertungsklasse auf dem 12. Platz, „dies ist schon eine Besonderheit, normal sind wir Rettenbacher nicht ganz vorne angesiedelt“, schmunzelte Georg Jobst.

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„Das Murreifest hat heuer super funktioniert, vielleicht auch, weil es ausnahmsweise mal nicht geregnet hat“, informierte Vorplattler Sebastian Gartner. Weiter gab er bekannt, „dass wir derzeit 20 Aktive haben und drei bis vier Paare aus der Jugend nachrücken“. Erst kürzlichen waren sie auf einen Ausflug in Linz und „haben dabei ein paar schöne Stunden verbracht“, so Sebastian Gartner mit einem Augenzwinkern. Am 10. Juni trafen sich 74 aktive Trachtler aus Rettenbach, Heutau, Neukirchen und Siegsdorf im dortigen Festsaal, um beim Vier-Vereinepreisplattln die Besten zu ermitteln.

Die Theaterleiterin Irmi Gartner freute sich indes, dass sich die 23 Proben zur „Rembocha Gleisgeisterei“ ausgezahlt haben und viele Zuschauer zu den sieben Aufführungen gekommen waren. Zudem waren sie zu einem Gegenbesuch der Theaterfreunde Benningen bei Memmingen. Die Röcklfrauenvertreterin Hildegard Jobst informierte die Versammlungsbesucher darüber, dass das Weiber- und Dirndlkranzl nun mit dem Frauenfasching verschmolzen und am 4. Februar 2023 in einer gemeinsamen Faschingsrunde beim Jobst gefeiert wird. Neben zahlreichen Veranstaltungsbesuchen und „Back- und Bedienhilfeleistungen“ für den Verein waren sie zusammen mit den Frauen aus Vachendorf zu einem gemeinsamen Ausflug nach Kärnten aufgebrochen.

Traunsteins 3. Bürgermeister Josef Kaiser dankte in seiner Ansprache den Rettenbachern für ihren kulturellen Einsatz und die Vermittlung von Werten in der Stadt, ließ es sich aber nicht nehmen, die Finger in die Rettenbacher Maibaumwunde zu legen, indem er meinte, „es geht ja auch nicht, dass der Rembocher Baum höher ist als der auf dem Traunsteiner Stadtplatz“ und erntete dazu wiedererwartend Applaus sowie zahlreiche Lacher von den Versammlungsbesuchern. Außerdem freue es ihn ganz besonders, dass die Hochberger, Rettenbacher und Traunsteiner Trachtler so gut zusammenarbeiten und bei den Veranstaltungen in der Stadt stets mit dabei sind.

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Zum Abschluss des Abends informierte Franz Maier noch über die Adventfeier mit Gipfelversteigerung am 10. Dezember im Gasthaus Jobst und den geplanten Vereinsausflug nach Markelsheim von 3. bis 4. Juni kommenden Jahres. Spätestens zur Frühjahrsversammlung wird der Terminkalender für 2023 verteilt. Nachdem sich bei den „Wünschen und Anträgen“ niemand zu Wort gemeldet hatte, übernahm der Ehrenvorsitzende Paul Wolkersdorfer das letzte Wort. „Es ist zwar noch nicht wieder alles wie gewohnt, aber es läuft“, freute er sich.

Hob

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