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Die Besucher des Traunsteiner Frühlingsfestes trotzen dem Regen

Traunstein - Das regnerische Wetter am Samstag hat die Menschen aus der Region nicht davon abgehalten, das Traunsteiner Frühlingsfest zu besuchen. Bereits am Nachmittag war rund um die Fahrgeschäfte und bei den „Standl Besitzern“ viel los und ab den frühen Abendstunden war das Festzelt erneut bis auf den letzten Platz gefüllt. „Die Traunsteiner sind eben hartgesotten was das Wetter angeht und kommen auch bei Scheißhauswetter“, sagte Kettenkarussellbesitzer Alexander Diebold.


Viele junge Menschen, aber auch Familien nutzten den Nachmittag dazu, um Fahrgeschäfte zu testen, sich an den Schießbuden zu beweisen oder ihr Glück an der Losbude zu finden. Miriam Maier aus Bergen die Zusammen mit Stefan Viehhauser und Schwester Sarah in der Warteschlange an einem Fahrgeschäft anstand meinte voller Freude, „wir sind sehr motiviert und der Regen macht uns überhaupt nichts aus“. Stefan Viehhauser ergänzte, „es ist einfach geil, dass nach so langer Zeit mal wieder etwas los ist und hier herrscht trotz des Regens großartige Stimmung.

Susanne und Alexander Diepold sind mit ihrem Kettenkarussell bereits zum 33-mal in Traunstein. „Lediglich im Coronajahr war Pause“ sagte Alexander Diebold und freute sich, dass sie heuer bereits zum zweiten Mal im Einsatz sind. Den Festsaisonauftakt hatten sie vor zwei Wochen in Fürstenfeldbruck. Auf die Frage, wie es sich anfühlt nach zwei Jahren Zwangspause wieder unterwegs zu sein schmunzelte er „es fühlt sich einfach gut an und obwohl wir letztes Jahr doch noch achtmal unterwegs waren ist es schön zu sehen, dass die Leute wieder Lebensfreude haben und Feste besuchen“.

Melissa und Gilbert Schmack von der Schießbude betreiben ihren Stand bereits in der 4. Generation. Auch sie freuen sich, dass das Traunsteiner Frühlingsfest so gut angelaufen ist. „Man sieht deutlich, dass es den Leuten gefehlt hat und wir sind wirklich froh, dass es wieder losgeht“, sagte Melissa beim Standbesuch. Ihr Mann Gilbert ergänzte noch „Die Menschen wollen wieder raus und ein wenig Spaß haben und so ist Traunstein auch für uns gut angelaufen“. Einig waren sich beide in einem Punkt, „jetzt soll ja das Wetter super werden und dann macht der Festbesuch ja gleich noch mehr Spaß“.

Beste Stimmung herrschte auch im Festzelt selbst. Bereits in den frühen Abendstunden war kaum noch ein Platz zu finden. Die Besucher feierten ausgelassen und die Stimmungsband „Zruck zu dir“ heizte den Festgästen ordentlich ein. Abends mussten dann zeitweise die Tore zum Festzelt geschlossen werden. Jung und Alt feierten bis tief in die Nacht, ließen sich das Festbier schmecken und tanzten ausgelassen auf den Bänken.

Ein ganzer Schwung junger Unterwössner „Buam und Dirndl“, fesch in Tracht gekleidet, waren nach Traunstein gekommen. Einer von ihnen, Philipp Sulzer, sagte, „es ist einfach nur schön, dass die Leute wieder zamkommen. Ich habe heute Leute getroffen, die ich teilweise zwei Jahre nicht gesehen habe“ und schob mit einem zufriedenen Lächeln hinterher „und die erste Maß Bier war einfach nur sauguad“. Seine Freundin Lucy Wenig stimmte ihm zu und sagte, „ich habe mir vor zwei Jahren zum Abitur dieses Dirndlgwand gekauft und seither ist es nur im Schrank gehangen. Es ist so schön, dass es jetzt wieder Feste gibt“.

Hob

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