Die Bauruine an der Salzburger Straße ist Geschichte

Traunstein: Bauruine an der Salzburger Straße ist Geschichte
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Nicht mehr viel übrig ist von dieser Bauruine an der Salzburger Straße, von der Teile vor eineinhalb Jahren auf die Bundesstraße fielen. Das Gelände hat die Quartier Chiemgau Immobilien GmbH gekauft. (Foto: Reiter)

Traunstein – Die Quartier Chiemgau Immobilien GmbH hat das Gelände samt Bauruine an der Salzburger Straße gekauft. Nach umfangreichen Vorarbeiten und verschiedenen Gutachten wurde diese Woche mit dem Abriss des alten Hauses begonnen, wie Geschäftsführer Simon Schweiger im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt sagte.


Vor eineinhalb Jahren stürzte die Bauruine an der Salzburger Straße ein, Teile davon fielen auf die Bundesstraße. Es gab einen Großeinsatz von Feuerwehren und Rettungskräften. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Das Gelände gehörte zu der Zeit zwei Brüdern, die nicht aus dem Landkreis stammen. Das Amtsgericht Traunstein verurteilte die beiden Penzberger Anfang des Jahres zu Haftstrafen auf Bewährung wegen nicht sachgemäßer Entsorgung von Asbetplatten (wir berichteten).

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Die Brüder hatten das seit 2005 nicht mehr bewohnte Haus im November 2007 samt 685 Quadratmeter Grund gemeinsam für circa 30 000 Euro gekauft und wollten es herrichten. Mangels Geld gingen die Arbeiten aber über Jahre nicht voran. Dann stürzte das Haus im Februar 2019 ein. Damit erlosch das Baurecht. »Im vorliegenden Fall dürfte die Errichtung eines neuen Gebäudes aufgrund der Lage im Außenbereich, aber auch wegen der unmittelbaren Nähe zur Bundesstraße nicht mehr möglich sein«, teilte die Stadt auf eine entsprechende Nachfrage damals mit. Und auch nun hieß es von Seiten der Stadt in Anbetracht des neuen Grundstücksbesitzers: »Derzeit besteht für den genannten Grundstücksbereich kein Baurecht.«

Das Traunsteiner Bauträgerunternehmen Quartier Chiemgau Immobilien GmbH hat dieses im Juli 2020 erworben. »Wir hatten schon länger Interesse«, sagte Simon Schweiger von QC Immobilien – auch wenn er selbstverständlich wusste, dass das Baurecht erloschen ist. Trotzdem hofft er, »dass vielleicht irgendwann etwas möglich ist, egal ob Gewerbe oder Wohnungen«. Falls nicht, könnte sich das Quartier Chiemgau Immobilien auch vorstellen, das Grundstück als Stellfläche für Baumaterial und Baufahrzeuge zu nutzen. Interesse bekundet hätten an dem Grundstück aber auch das Staatliche Bauamt für eine mögliche Radwegunterführung und die Stadt Traunstein, sagte Simon Schweiger.

Auf dem Gelände war am Dienstag nicht mehr viel zu sehen von der ehemaligen Bauruine – nur noch ein Haufen Steine zeugte davon, dass hier einmal ein Haus stand. Das kontaminierte asbesthaltige Material sei von der Firma Lampersberger Umwelt GmbH in Chieming bereits fachgerecht entsorgt worden, sagte Simon Schweiger. Die Abbrucharbeiten ab dieser Woche würde die Firma Posch Bau in Kooperation mit der Firma Lampersberger Baustoffrecycling übernehmen. KR

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