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Das Wetter war unentschlossen – die Besucher nicht

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Junge Feuerwehrmänner übten sich im Löschen eines Brands. Und auch der Flohmarkt zog am Lindl-Sonntag wieder viele Interessierte an. Hier gab es alles, was das Herz begehrt. (Fotos: Wittenzellner)

Traunstein – Der Lindl-Sonntag und die letzten Tage des Aprils mit seinem klassischen Wetter – so recht anfreunden konnten sich die Beiden in diesem Jahr nicht. Die Besucher, Einkaufs- und Bummelwillige hat es nicht gestört: Sie kamen trotzdem oder vielleicht gerade wegen des durchwachsenen Wetters in Scharen zum verkaufsoffenen Sonntag der Werbegemeinschaft in die Einkaufsstadt Traunstein.


Die Geschäfte hatten ab 12 Uhr für fünf Stunden geöffnet. Manche hatten sich dabei wieder das eine oder andere »Zuckerl« ausgedacht – mit kleinen Überraschungen oder Sonderangeboten warb man um Kunden. Und so standen viele Aufsteller vor den Geschäften und warben mit Rabatten.

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In der Innenstadt war wieder viel geboten. Der Flohmarkt vom Bahnhof bis zum Maxplatz und der Kinderflohmarkt im Stadtpark zogen schon am Vormittag viele Besucher auch über die Stadtgrenzen hinaus an, die nach Lust und Laune und ohne Zeitdruck durch die Straßen und Geschäfte schlendern wollten. Um die Mittagszeit nahm der Besucherstrom dann nochmals kräftig zu, als die Geschäfte ihre Türen öffneten. Der parallel dazu stattfindende verkaufsoffene Sonntag in Freilassing mit Autoshow und Bierzeltgottesdienst hatte vermutlich eine noch bessere Resonanz mit Besuchern aus dem Berchtesgadener Land in Traunstein verhindert.

Beliebt wie immer am Lindl-Sonntag waren auch der Ostermarkt auf dem Stadtplatz und wie immer auch der Flohmarkt, der sich die Bahnhofstraße hinauf bis zum Bahnhof zog und daneben weitere Straßen wie die Marienstraße und den Maxplatz mit einschloss. Für Sammler und Flohmarktfreunde ein Paradies – und so wechselten nach dem obligatorischen Feilschen um den Preis schnell alte Schallplatten, Accessoires, Kleidung und kleinere Möbel schnell den Besitzer.

Ganz nach dem Motto »Der frühe Vogel fängt den Wurm« waren Flohmarktprofis schon ganz früh unterwegs, um sich die besten Stücke zu sichern. Für viele aber war es einfach ein obligatorischer Gang an den Flohmarktständen vorbei, die einfach ganz der Tradition nach zum Lindl-Sonntag gehören. Schauen, staunen und sich manchmal auch wundern, was alles angeboten wird. Von der echten Antiquität zum Krims-Krams – es war Alles vertreten und Vieles wechselte den Besitzer – manchmal, um vom versierten Käufer gleich zum höheren Preis weiter verkauft zu werden. Im Kulturzentrum konnten sich Bücherfreunde mit Lesestoff versorgen und im Stadtpark betätigten sich die Jüngsten als geschickte Ein- und Verkäufer – manchmal mit liebevoller Unterstützung der Eltern. Und so wechselten Lego, Playmobil und andere Spielsachen den Besitzer. Der Deutsche Alpenverein (DAV) war auch mit einem kleinen Bergsteigerflohmarkt vertreten.

Am Ostermarkt konnten Interessierte allerlei praktisches für den Hausgebrauch erwerben – von der Bratpfanne über Gewürze und Kleidung war alles geboten. Vor allem aber wurden Speisen zum Mitnehmen angeboten. Und so wechselten sich intensive Gerüche von Bosna, Döner, Pizza, frisch zubereiteten Waffeln und gebrannten Mandeln auf dem Stadtplatz ab.

Groß geschrieben war das Thema »Verkehrssicherheit« am Maxplatz. Polizei und Kreisverkehrswacht waren mit einem Infostand vertreten, so mancher künftiger junge Polizist freute sich, sich einmal in das Polizeiauto – ausgestattet mit einem Elektromotor – sitzen zu dürfen. Freundliche Beamte erklärten die Funktionen des Fahrzeugs und luden zum Gewinnspiel ein. Da passte auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) mit seinen Informationen und vor allem seinem Gebrauchtfahrradmarkt gut dazu. Dort konnten Fahrräder preisgünstig erworben werden oder auch spontan das eigene Radl mit zum Verkauf angeboten werden. Am Stand der AOK konnte man sich seinen eigenen Früchteshake »erradln«.

Vor wenigen Tagen war die Feuerwehr noch am Stadtplatz im Einsatz um einen Brand zu löschen – jetzt konnten Interessierte den Stadtplatz mittels eines Drehleiterfahrzeugs aus der Vogelperspektive besichtigen oder sich daneben selbst als Feuerwehrmann betätigen und einen kontrolliert entfachten Brand mit einem Feuerlöscher bekämpfen.

Auf ihre Kosten kamen auch die Besucher der heimischen Gaststätten. Am Ende des Lindl-Sonntags dürften wohl die meisten Besucher zufrieden gewesen sein. awi