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»Das Stadtbild wird sich verändern«

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Traunstein Stadtbild
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Die Garagen auf der linken Seite und das Haus auf der rechten Seite müssen für Neubauten weichen. Geplant sind insgesamt fünf neue Gebäude. (Foto: Reiter)

Traunstein – Mit einem Antrag auf Aufstellung eines Bebauungsplans für mehrere Grundstücke an der Schierghoferstraße und der Wolkersdorfer Straße befasste sich der Planungsausschuss. Entstehen sollen dort insgesamt fünf neue Gebäude.


Die Grundstücke westlich der Schierghoferstraße sind derzeit mit einem größeren Einfamilienhaus und einigen Nebengebäude bebaut. Hier möchte der Investor, eine Immobilienfirma aus Übersee, künftig drei größere Mehrfamilienhäuser errichten. Auf dem gegenüberliegenden Grundstück stehen derzeit ein ehemaliges, landwirtschaftliches Gebäude sowie einige Garagen. Anstelle dieser sollen ein viergeschoßiger Wohnblock und ein südlich vorgelagertes zweigeschoßiges Wohngebäude errichtet werden.

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Genauere Informationen zu den Neubauten wollte der Investor auf telefonische Nachfrage nicht mitteilen. Es hieß lediglich: »Wir geben derzeit keine Auskunft. Wir sind noch mitten in der Planungsphase.«

Karl Schulz (CSU) findet die Neubauten zu mächtig für den Guntramshügel. »Dass Wohndruck herrscht, ist klar. Aber wir waren uns bisher einig, dass der Guntramshügel frei bleibt. Ich stimme nicht dafür.« Weiter betonte er, dass man keine »Münchner Verhältnisse« schaffen sollte.

Oberbürgermeister Kegel sagte: »Ich kann es mir schon vorstellen. Wir haben zu wenige Wohnungen.« Man müsse die Investoren bitten, auch sozialverträglichen Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Für Waltraud Wiesholler-Niederlöhner (SPD) ist ein Eingriff in den Guntramshügel nicht gegeben. »Die Häuser fügen sich schön ein und passen in die Umgebung.« Auch sie betonte, dass man versuchen müsse, Wohnraum zu schaffen, wo es geht. Allerdings dürfe man dabei das Gesamtbild der Stadt nicht vergessen.

Burgi Mörtl-Körner (Grüne) betonte: »Das Stadtbild wird sich verändern. Wir müssen Flächen sparen, brauchen aber auch Wohnraum.« 20 bis 30 Prozent soziageförderter Wohnraum sollten deshalb festgeschrieben werden. »Wir brauchen auch Wohnungen für Alleinerziehende und Familien mit Kindern.« Wie Oberbürgermeister Kegel hinzufügte, habe der Investor einer entsprechenden Vereinbarung auch schon zugestimmt.

Gegen die Stimme von Karl Schulz begrüßte der Planungsausschuss die Aufstellung des Bebauungsplans. Das letzte Wort hat jedoch der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstag um 16 Uhr im Rathaus. jar

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