weather-image
20°

Das neue Jahr kann kommen

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Nicht nur einen Glücksbringer in Form eines kleinen Kaminkehrers gab es aus den Händen von Kaminkehrer Stefan Kolbeck (rechts) aus Grassau, sondern auch eine schwarze Nase und Glühwein, wie hier für Albert und Anita Munzert aus Nußdorf. (Foto: M. Peter)

Traunstein – Geht es nach der Zahl der Kaminkehrer, die am Maxplatz in Traunstein als Glücksbringer den Besuchern die Nase mit Ruß schwärzten, kann das neue Jahr entspannt begrüßt werden: Denn knapp 50 Schornsteinfeger aus den beiden Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein mischten sich am Maxplatz unter die Leute und wünschten ihnen Glück und baten zugleich für einen guten Zweck um eine kleine Spende. Diese karitative Aktion zum Jahreswechsel fand heuer zum 20. Mal statt.


Wie von Josef Edfelder, Kaminkehrer vom Bezirk Bergen, Staudach-Egerdach und Marquartstein zu erfahren war, wird dieses Jahr eine Familie aus dem Landkreis unterstützt, die von einem schweren Krankheitsfall getroffen wurde.

Anzeige

Vor 20 Jahren wurde die Aktion von den Kaminkehrermeistern Michel Hasse und Albert Schmid aus Siegsdorf, Karl Leibhard aus Ruhpolding, Ferdinand Grätz aus Unterwössen sowie den beiden Kirchanschöringern Michael Marx und Hans Feil initiiert. Mit dabei war auch Siegi Götz von der Bürgerhilfsstelle Traunstein. Seither ist es schon zur Tradition geworden, dass sich die Kaminkehrer am Maxplatz treffen, die Leute sich ihre Ration Glück bei ihnen abholen und dies mit einer rußigen Nase und rußigen Wangen, die sie sich dabei holen, gerne zeigen.

Die Kaminkehrer gelten seit jeher als Glücksbringer, da sie durch ihre Arbeit viele Hausbrände verhinderten und somit das Glück ins Haus brachten. Wie von Edfelder zu erfahren war, ging damals die erste Spende, die durch die kleinen Kaminkehrerfiguren und den Glühwein erlöst wurde, an das Kinderheim St. Josef in Traunstein. In der Folgezeit wurden auch die Bürgerhilfsstelle des Landkreises und die Aktion »Kaminkehrer helfen krebskranken Kindern« bedacht. In den letzten Jahren sei man übergegangen, einzelne Familien in den Landkreisen zu unterstützen, so Josef Edfelder im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. MP

Mehr aus der Stadt Traunstein
Schreibwaren Miller