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Das alte Jahr mit schwungvollen Melodien verabschiedet

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Traunstein
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Die Salonmusik Saitensprünge mit (von links) Margarethe Hlawa-Grundner und Thomas Breitsameter, Violinen, Sven-Jorge Schnoor, Klavier, Monika Gaggia, Violoncello, und Simon Angerpointner am Kontrabass bot beim 19. Silvesterkonzert im großen Saal des Traunsteiner Rathauses einen bunten Melodienreigen. (Foto: Oberkandler)

Traunstein – Für rund 200 Menschen ist es zu einer lieb gewordenen Tradition geworden, den Silvesterabend mit einem Besuch im Traunsteiner Rathaus zu beginnen. Dort spielte nun bereits zum 19. Mal die Salonmusik Saitensprünge zum Jahresausklang. Dass die letzten Eintrittskarten bereits drei Stunden nach Beginn des Vorverkaufs vergriffen waren, ist Beweis dafür, welch großer Beliebtheit sich die Veranstaltung erfreut.


Ob man sich angesichts des großen Andrangs vielleicht dazu entschließt, sie nächstes Jahr in einen größeren Saal zu verlegen, ist offen. »Darüber haben wir noch nicht nachgedacht«, sagte Oberbürgermeister Christian Kegel im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. Ob eine solche Verlegung ausgerechnet zum 20. Jubiläum am 31. Dezember 2019 erfolgen wird, steht also noch in den Sternen.

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Den beschwingten Jahresausklang bezeichnete Oberbürgermeister Christian Kegel als Jahrtausendereignis, weil ja im Jahr 2000 das erste Konzert dieser Art im Rathaus stattgefunden habe. Kegel sprach im Namen aller Zuhörer, als er den Musikern zugewandt sagte, »wir freuen uns sehr, dass Sie uns auf diesen letzten Abend des Jahres einstimmen.« Er wünschte allen Anwesenden »Gesundheit, Zufriedenheit, Glück und Wohlergehen«.

Anders als im vorigen Jahr, als die Besucher bei frühlingshaften Temperaturen zum Rathaus gehen konnten, herrschte diesmal Schmuddelwetter. Es regnete mehr, als dass es schneite. Wie jedes Jahr hielt man vor Beginn bei einem Glas Sekt einen Plausch mit Bekannten.

Die Salonmusik Saitensprünge bot wieder einen bunten Melodienreigen mit Walzern, Tangos und eingängigen Melodien. Die meisten waren einem Großteil der Besucher bis dahin unbekannt; aber gerade das Erleben von Musik, die man noch nie gehört hat, macht den Reiz dieser Veranstaltung aus. Mit einfühlsamen Erklärungen brachte Simon Angerpointner die Musikstücke den Besuchern näher und erzählte etwas über deren Komponisten.

Der Melodienreigen des Ensembles, das aus Margarethe Hlawa-Grundner und Thomas Breitsameter, Violinen, Monika Gaggia, Violoncello, Sven-Jorge Schnoor, Klavier, und Simon Angerpointner am Kontrabass besteht, begann mit Kompositionen eines tschechischen Komponisten. Dessen Name sei so unaussprechlich, dass, wie Angerpointner humorvoll anmerkte, Mütter ihre Kinder zum Logopäden bringen, damit er ihnen die Aussprache desselben beibringe. Mit Walzer und Tango ging es weiter, unterbrochen von einer Reminiszenz Angerpointners an die Traunsteiner Tanzschulen Giebel und Appelmann, bei denen man in seiner Jugend die ersten Schritte auf dem Tanzparkett erlernte. Übungsraum war unter anderem die alte Turnhalle, dort, wo heute das Landratsamt steht. Es gab keine Duschen und keine vernünftige Lüftung – aber Tanzunterricht nach den Sportstunden.

Als die Musiker das Lied »An der Donau steht Marika« von Jenö Huszka anstimmten, war das für viele Besucher die erste Melodie an diesem Abend, welche sie kannten. Karel Gott war einer der unzähligen Interpreten, welche sie bekannt gemacht haben. Und auch der Tango »Eine Nacht in Monte Carlo« war dem einen oder anderen bekannt. Mit Walzer und Foxtrott ging es weiter.

Die beschwingten eineinviertel Stunden vergingen wie im Flug und es folgten – auch das wie jedes Jahr – nach begeistertem Applaus der Besucher zwei Zugaben. Besonders die zweite Zugabe berührte die Besucher und ließ sie beschwingt den Heimweg antreten: »Heimat, deine Sterne« aus dem gleichnamigen Film von 1952. Die Sterne hat man beim Heimgehen zwar nicht gesehen; gegen Mitternacht klarte es dann aber mancherorts doch so weit auf, dass man das Feuerwerk sah, das allerorts abgebrannt wurde. -K.O.-