Chiemseehospiz-Förderverein: Alois Glück bleibt Vorsitzender

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Der wiedergewählte Vorstand (von links): Vorsitzender Alois Glück, Schatzmeister Walter Richter und stellvertretende Vorsitzende Reinhilde Spies. (Foto: Hötzelsperger)

Traunstein – Alois Glück wird auch in den kommenden zwei Jahren Vorsitzender des Fördervereins Chiemseehospiz bleiben. Die Wiederwahl des Gründungsvorsitzenden erfolgte bei der Mitgliederversammlung im Großen Sitzungssaal im Landratsamt Traunstein. Zugleich wurde eine überaus erfolgreiche Startbilanz für die Einrichtung zugunsten eines würdigen Lebensendes im Chiemseehospiz in der Gemeinde Bernau vorgelegt.


Einen Willkommensgruß für den Landkreis Traunstein nutzte stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber mit sehr persönlichen Worten und sagte dabei: »Der eigene Tod ist in der Regel ganz, ganz weit weg, deshalb ist das Hospiz eine gute Antwort für Betroffene und Angehörige, um diese in letzten Lebensphasen nicht alleine zu lassen. Der Förderverein leistet dabei einen enorm wichtigen Teil«.

Wie die anschließende Rechnungsprüfung von Maria Stöberl ergab, ist der Förderverein Chiemseehospiz finanziell sehr wohl von Spendern gut unterstützt, aber auch dringend auf diese Zuwendungen angewiesen. Walter Richter als Schatzmeister des Vereins informierte ergänzend, dass es seitens der verschiedenen Hospizvereine starke finanzielle Unterstützung gab. Allerdings, so der Schatzmeister weiter, hat es auch großen finanziellen Handlungsbedarf nach Abschluss der Baumaßnahme gegeben. Dazu erklärte Vorsitzender Alois Glück: »Bauliche Nachrüstungen, Qualitätsverbesserungen für Bewohner und Personal und einige weitere Akzente, die wir in unserer Einrichtung setzen wollen, sind bereits gelungen. Eine weitere Anschaffung dient einem rollstuhlgerechten Fahrzeug, auch dieses werden wir dank der allgemeinen Spendenbereitschaft ermöglichen können«.

Gut gelungen ist nach den Worten von Alois Glück die Ausstattung des Hauses mit Kunstwerken heimischer Künstler, die mit ihren Werken und deren Preis dem Förderverein stark entgegengekommen sind.

Einblicke über die Abläufe im Chiemseehospiz gab Stefan Scheck, Vorstand des Chiemseehospiz gKu auch namens der Hospizleiterin Ruth Wiedemann. In diesem Zusammenhang sagte er: »Ende Juli hatten wir den 1000. Belegungstag, die durchschnittliche Aufent-haltsdauer liegt derzeit bei 29 Tagen. Der Personalstamm im pflegerischen Bereich ist nun voll besetzt und es wird daher im letzten Quartal die Vollbelegung mit zehn Betten angestrebt, was bislang unter anderem wegen Corona nicht möglich war. Dazu wollen wir unser Personal noch mehr stärken, denn der Anfangsbetrieb hat gezeigt, dass unser Personal überaus gefordert ist«.

Die Chiemseehospiz Einrichtung wird getragen von den drei Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein und Rosenheim sowie von der Stadt Rosenheim. Dessen Oberbürgermeister Andreas März zeigte sich in der freien Aussprache erfreut über das gute und nicht selbstverständliche Miteinander über Stadt- und Kreisgrenzen hinweg. Auch Bernaus Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber zeigte sich erfreut, dass die Einrichtung in ihrer Gemeinde so gut angenommen wird. Ein besonderer Dank der Vorstandschaft und der Versammlung galt Margit Parzinger vom Büro Netzwerk Hospiz für die verlässliche und gute Verwaltungs- und Organisationsarbeit.

Sowohl beim Förderverein, als auch beim Beirat gab es Neuwahlen. Sie ergaben für den Verein folgende Bestätigungen: Erster Vorsitzender Alois Glück, stellvertretende Vorsitzende Reinhilde Spies und Schatzmeister Walter Richter. Für die Kassenprüfung stellten sich wieder Maria Stöberl und Elisabeth Bauer zur Verfügung.

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