Bundeswehr: Standortübungsplatz wird erweitert

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Die Skizze zeigt den Standortübungsplatz Traunstein mit Erweiterung des Reichsberger Bogens. (Quelle: Forstlicher Gutachterdienst in Bayern)

Traunstein – Der Standortübungsplatz Traunstein wird um 43 Hektar erweitert – und damit auch die Fläche, die nicht betreten werden darf. Das teilte die Bundeswehr am Montag mit.


»Mit der Fokussierung auf Landes- und Bündnisverteidigung, sowie der dauerhaften Einsatzbelastung von Teilen der Gebirgsjägerbrigade 23 in Mali, sind intensive Übungen und Ausbildungen notwendig. Damit auch zukünftig die benötigte Einsatzbefähigung erhalten werden kann, wurde der Antrag zum Ausbau des Übungsplatzes 'Traunstein' mit der Erweiterung des Reichsberger Bogens vom Bundesministerium der Verteidigung gebilligt«, heißt es in einer Pressemitteilung der Gebirgsjägerbrigade 23.

Seit dem 1. Juli 2020 gilt das Betretungsverbot für den Standortübungsplatz Traunstein. Da in diesem Bereich mit schwerem Gerät gearbeitet wird und auch Schießbetrieb herrscht, stelle das Betreten von Unbefugten eine unmittelbare Gefahr dieser dar, so die Bundeswehr. Eine Überprüfung durch das Landeskommando Bayern als Behörde für die innere und äußere Sicherheit auf Übungsplätzen habe ergeben, »dass der Schutz und die Sicherheit von unbeteiligten Dritten in der Form eines Militärischen Bereiches auf-grund der aktuell gültigen Sicherheitsbestimmungen und Nutzungsforderungen sowie der damit einhergehenden Haftungsfragen nicht mehr gewährleistet werden konnte«.

Der Brigade stünden von Gesetzeswegen 387 Hektar Übungsfläche für rein infanteristische Zwecke zu, teilte die Pressestelle auf Nachfrage mit. Bisher hat sie 123 Hektar im Kirchholz bei Reichenhall und 147 Hektar in Traunstein, dazu kommen nun durch die Erweiterung um den »Reichsberger Bogen« etwa 43 Hektar hinzu, sodass der Standortübungsplatz Traunstein dann 190 Hektar umfasst – alles militärischer Sicherheitsbereich.

Der Standortübungsplatz Traunstein ist nach Angaben der Brigade der einzige Übungsplatz in der Nähe der Reichenhaller Gebirgsjäger, auf dem mit dem Gepanzerten Transportkraftfahrzeug (GTK) Boxer geübt werden kann. Durch den Zugewinn an Fläche biete sich die Möglichkeit einsatznah zu üben.

Neben verschiedenen Schießanlagen sind auch Einsatzübungen der Feuerwehren des Landkreises Traunstein und das Anlanden mit Helikoptern jetzt leichter realisierbar. fb

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