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Böschung neben der Fahrbahn ist nicht mehr standsicher

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Traunstein: Stadt will Straße von Kaltenbach nach Aiging sanieren
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Die Stadt Traunstein will die Straße von Kaltenbach nach Aiging sanieren. Die Planungen im Rathaus laufen, wann die Arbeiten beginnen, ist noch offen. Bis dahin bleibt die Fahrbahn auf drei Meter Breite beschränkt. Der Verkehr ist weiter in beide Richtungen möglich und wird über Ampeln geregelt. (Foto: Pültz)

Traunstein – Die Straße von Kaltenbach nach Aiging will die Stadt sanieren. Sie muss handeln, weil auf Höhe von Kaltenbach die angrenzende Böschung hinunter zum Mühlbach nicht mehr standsicher ist. Auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts hat Agnes Lamminger, die Pressesprecherin der Verwaltung im Rathaus, mitgeteilt, dass die Planungen laufen. Wann die Sanierung beginnt, sei noch offen. Bis sie anfängt, habe die Stadt den Verkehr in beide Richtungen auf eine Fahrbahn begrenzt und Ampeln aufgestellt.


Auch heuer hat sich die Stadt in Sachen Straßenbau einiges vorgenommen. Im Haushalt für das laufende Jahr, den der Stadtrat im Januar beschlossen hat, steht eine ganze Reihe von Projekten, die insgesamt mit Ausgaben in Höhe von rund zwei Millionen Euro zu Buche schlagen. Ganz oben auf der Liste ist die Gemeindestraße Kaltenbach vermerkt: Mit Ausgaben in Höhe von 600.000 Euro bildet diese Sanierung jenes Straßenbauvorhaben in diesem Jahr, das heuer mit den höchsten Ausgaben im Etat veranschlagt ist.

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»Bei Kaltenbach kommt es entlang des Kaltenbacher Mühlbachs vor dem Wasserkraftwerk Kaltenbach durch fortschreitende Erosion zur Destabilisierung der Uferböschung, sodass die Standsicherheit des Straßenrands zunehmend reduziert wird«, erläutert Lamminger den Stand der Dinge. Der Schadensbereich habe sich mittlerweile auf eine Länge von 430 Metern erweitert.

Im Auftrag der Stadt Traunstein hat das Büro Aquasoli in Siegsdorf im vergangenen Jahr ein an die geänderte Situation angepasstes Sanierungskonzept mit einer Stützkonstruktion aus Stahlträgern mit Betonfertigteilen ausgearbeitet. Die Kosten schätzen die Fachleute auf rund 2,6 Millionen Euro. Die Verwaltung im Rathaus der Stadt Traunstein war überrascht, dass der finanzielle Aufwand doch so hoch ist. Und so sucht sie seitdem einen Weg, der kein so großes Loch in die Stadtkasse reißt.

Unterstützt vom Landratsamt versucht die Stadt Traunstein laut Lamminger mit dem Besitzer des Kaltenbacher Mühlbachs eine kostengünstigere Lösung zu finden. Die Gespräche seien noch nicht abgeschlossen. Weil sie noch laufen, könne die Stadt unterm Strich dann auch keine Angaben machen, wann die Baumaßnahme durchgeführt wird.

Zwischenzeitlich habe die Stadt, wie die Pressesprecherin weiter berichtet, ein unmittelbar östlich angrenzendes, etwa 5000 Quadratmeter großes Grundstück gekauft. Der Erwerb sei in der Absicht erfolgt, »Möglichkeiten für eine kostengünstigere Bauweise durch verbesserte Platzverhältnisse und im Fall einer möglichen Straßenverbreiterung auch Fördermittel bewilligt zu bekommen«.

Ziel der Sanierung sei in erster Linie, wie Lamminger weiter ausführt, die uneingeschränkte Befahrbarkeit der Straße wiederherzustellen. Eine Ertüchtigung für eine stärkere Nutzung durch Lastwagen sei nicht geplant.

Die Stadt hat vor kurzem den Verkehr auf der Straße gesichert: Bis zur Ausführung der Sanierung ist die Fahrbahn auf eine Breite von drei Metern beschränkt. Der Verkehr in beide Richtungen wird über Ampeln geregelt.

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