Blumenwiese für die Schule – Traunsteiner Berufsschüler beteiligen sich bei »Plant(s) for Future«

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Eifrig bearbeiteten einige Schüler der Berufsschule II in Traunstein den Boden vor ihrer Schule und säten ein Rasenstück sowie eine Blumenwiese an. (Foto: Zandl)

Traunstein – Es war der erste Schritt zu einem blumen- und insektenfreundlichen Schulgelände: Die Berufsintegrationsklasse der Kaufmännischen Berufsschule II in Traunstein beteiligte sich an der Aktion »Plant(s) for Future«, die von der Umwelt AG des Chiemgau Gymnasium unter Leitung von Lehrer Ferdinand Reicheneder und Mutter Claudia Lahr ins Leben gerufen wurde. Die Schüler der Berufsschule säten mithilfe von Schulleiter Andreas Gembala, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege Markus Breier und dem Umweltbeauftragten der Schule Arno Zandl einen Rasen sowie eine Blumenwiese an.


Bei einer Ortsbesichtigung im Vorfeld der Aktion beschlossen die Beteiligten, auf der kiesigen Auffahrt zu einem Klassenzimmer Mager- und Sandrasen sowie auf einer Rasenfläche neben dem Hartplatz eine Blumenwiese anzusäen. Die Schüler der Berufsintegrationsklasse kommen aus der ganzen Welt: aus Afghanistan, Sierra Leone, Syrien, dem Irak, der Türkei, aus verschiedenen Balkanländern und aus Bolivien, wo am Projekt beteiligte Schüler die Naturgöttin Pachamama verehren.

Markus Breier erklärte, den Schülern die einzelnen Schritte der Saataufbringung, sodass sie selbstständig mit Eisenrechen und Gartenhacken an die Arbeit gehen konnten. Sie entfernten zunächst das Laub, lockerten den Boden auf und verteilten die Samen darauf. Schließlich wurde das Ganze noch eingewalzt und erneut die Bodendecke gelockert. Wenn alles gut läuft, sollte nun auf der Wiese im nächsten Frühjahr blauer Wiesensalbei, gelber Wiesenbocksbart und weiße Margariten aus dem Boden sprießen. Auf der Kiesfläche sollte zudem die Kartäusernelke in den Farben pink und rosa erblühen. »Sie gehört neben anderen Trockenspezialisten wie der Thymian zu den Pflanzen, die auf sandigen Flächen gedeihen, wie wir sie am Hang neben der Turnhalle vorfinden«, erklärte Markus Breier.

Obwohl die Schüler vor Beginn der Arbeit bei kalten Wintertemperaturen noch nicht ganz so motiviert waren, hatten sie bei der Arbeit – auch wegen der mitgebrachten internationalen Musik, die aus dem Handy kam – offensichtlich ihren Spaß.

az

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