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Bienenvolk umgesiedelt: Stachliger Einsatz für die Bergwacht Traunstein

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Traunstein: Bienenschwarm umgesiedelt – Stachliger Einsatz für die Bergwacht Traunstein
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Ungewöhnliches Kletteroutfit: Gemeinsam retteten Mitglieder der Bergwacht Traunstein und des Bienenzuchtvereins Traunstein einen Bienenschwarm, der sich in einem Volume (roter Hohlkörper in der Mitte) am Kletterturm der Alpenvereinssektion Traunstein eingenistet hatte. (Foto: Bergwacht Traunstein)

Traunstein – Einen ungewöhnlichen Einsatz bescherte den Traunsteiner Bergrettern ein schwärmendes Bienenvolk, das sich für eine ganz besondere neue Behausung entschieden hatte: den Kletterturm der Alpenvereinssektion Traunstein.


Über zwei Tage hinweg waren dort schon die vielen Bienen aufgefallen, bis schließlich Gewissheit herrschte: Ein lautes Summen verriet das Versteck der Insekten. Es drang aus einem sogenannten Volume, einem großen künstlichen Klettergriff, der einen Felsvorsprung nachahmt. Dieser in der Kletterroute befestigte Hohlkörper soll den Kletterern eigentlich das Erklimmen der Wand erleichtern; doch die Bienen hatten ihn sich offenbar als Nistplatz für die Gründung eines neuen Volks auserkoren.

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Schnell wurde klar, dass zur Umsiedlung des Schwarms Experten aus zweierlei Bereichen nötig waren. Stefan Eisenreich, stellvertretender Bereitschaftsleiter der Bergwacht Traunstein und selbst Imker, organisierte kurzerhand eine schlagkräftige Einsatztruppe.

Und so kam es zu einer bisher wohl einzigartigen Zusammenarbeit zwischen Imkern und Bergwachtlern. Die Bergwacht Traunstein übernahm die Sicherung des Bergungsteams sowie das Abseilen des Volumes, Imker des Bienenzuchtvereins Traunstein kümmerten sich um die fachmännische Versorgung der schwarz-gelb-gestreiften »Patienten« und siedelten die Bienen anschließend artgerecht um.

Das augenzwinkernde Fazit von Einsatzleiterin Claudia Bork: »Klettern mit Stichschutz und Bienenschleier ist zwar nicht Teil der Bergwachtausbildung. Aber die Traunsteiner Bergwacht hat den Einsatz zusammen mit dem Imkerverein bestens gemeistert.«

In der Tat kann die außergewöhnliche Rettungsaktion als gemeinsamer Erfolg von Bienenzüchtern und Bergrettern verbucht werden: Niemand wurde gestochen und die Bienen können sich nicht nur über eine kostenlose Bergung, sondern auch über ein neues Zuhause nahe Tinnerting freuen. fb

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