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Baumaßnahmen auf Campus beginnen 2023/24

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Auf rund 24 000 Quadratmetern plant der Landkreis den Campus Chiemgau. Schritt für Schritt hat er in der Vergangenheit das eine oder andere Grundstück – wie etwa auch einen Bereich an den Bahngleisen (unser Bild) – gekauft. Die Erwerbungen sind noch nicht abgeschlossen. (Foto: Pültz)

Traunstein – Bis die Bauarbeiten für den Campus Chiemgau beginnen, wird noch viel Wasser die Traun hinunterlaufen. In einem Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt hat Lothar Wagner, der Geschäftsleiter im Landratsamt, mitgeteilt, dass die Baumaßnahmen voraussichtlich erst 2023/24 beginnen – und damit, wie er weiter erläuterte, rund ein Jahr später als anfänglich angedacht worden war.


Der Campus Chiemgau gehört zu den größten Nachkriegsprojekten im Landkreis Traunstein. Weil das Vorhaben so einen großen Umfang habe, seien auch die Vorarbeiten gewaltig, so Wagner. Jeder Schritt müsse besonders gut überlegt werden – was viel Zeit in Anspruch nehme.

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Schon sehr weit gekommen sei der Landkreis in Sachen Grundstückserwerb. Den Campus plane er auf einer Gesamtfläche von insgesamt rund 24 000 Quadratmetern. Schritt für Schritt habe er Flächen, die bis dato noch nicht in seinem Eigentum waren, erworben. Noch ausständig sei, so Wagner weiter, der Kauf des »Park- & Ride«-Parkplatzes an der Güterhallenstraße neben dem Annette-Kolb-Gymnasium sowie der Güterhalle, beides – noch – städtisch, und eines privaten Grundstücks. Doch der Landkreis habe alle diese Flächen in Aussicht – weshalb in Sachen Vertragsabschluss keine Eile erforderlich sei.

Der Landkreis habe von der Stadt die feste Zusage, dass er den »Park- & Ride«- Parkplatz sowie die Güterhalle erhalte. »Wir wissen, dass wir den Grund und Boden bekommen, wenn wir ihn brauchen«, sagt der Geschäftsleiter im Landratsamt. Und auch schon in trockenen Tüchern sei die Übernahme des privaten Grundstücks. So habe der Landkreis bereits das Erbpachtrecht erworben, das auf der Fläche liege. »Für die nächsten 30 Jahre sind wir jetzt schon einmal Besitzer.« Nach Ablauf der Erbpacht kaufe der Landkreis den Grund und Boden – wozu im Hier und Jetzt aber auch keine übermäßige Eile geboten sein.

Teile der Flächen für den Campus will der Landkreis weiterverkaufen. So beabsichtigt insbesondere die Handwerkskammer, selbst als Bauherr aufzutreten: Sie will Grund und Boden erwerben und die Akademie errichten, die sie plant. Wagner geht davon aus, wie er weiter berichtet, dass die Handwerkskammer ihre Planungen jetzt im ersten Halbjahr 2021 konkretisiert und dann ihre Vorstellung äußert, wie viele Quadratmeter genau sie vom Landkreis kaufen will.

Die Industrie- und Handelskammer und die Technische Hochschule Rosenheim – die anderen Partner, die mit ihren Angeboten auf den Campus Chiemgau kommen – wollen laut Lothar Wagner nicht selbst Grund und Boden kaufen und Gebäude errichten. »Dann bauen wir«, so Wagner. Entweder trete der Landkreis oder der Zweckverband Heimat Chiemgau als Bauherr auf.

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