Baubeginn zum Ausbau der Staatsstraße bei Langmoos

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Foto: Staatliches Bauamt Traunstein

Traunstein/Wonneberg – Die Bauarbeiten zum Ausbau der Staatsstraße St2105 zwischen Traunstein und Wonneberg im Wald bei Langmoos haben vor wenigen Tagen begonnen. Die Baumfällarbeiten im Bereich der künftigen Linksabbiegespur wurden bereits durchgeführt. In Kürze beginnt die Schüttung für den zusätzlichen Straßendamm unter halbseitiger Verkehrsführung mit einer Baustellenampel. Die Bauarbeiten sollen noch vor Weihnachten abgeschlossen sein. Der Neubau der Fahrbahn auf etwa 2 Kilometer erfolgt frühestens im Herbst des kommenden Jahres, falls die Setzungen der Straßenverbreiterung bei Langmoos abgeklungen sind.


Der Streckenabschnitt der Staatsstraße St2105 zwischen Traunstein und Wonneberg Weibhausen war in den vergangenen Jahren immer wieder unfallauffällig. Vor allem im Wald in Höhe des Weilers Langmoos kam es vermehrt zu Abbiege- und Kreuzungsunfällen sowie zu Kollisionen im Gegenverkehr. Auch Unfälle ohne Beteiligung weiterer Unfallgegner durch Abkommen von der Fahrbahn sind häufig durch Sanitäter, Feuerwehr und Polizei aufzuarbeiten.

Mit der jetzt bevorstehenden Baumaßnahme sollen die wesentlichen Defizite beseitigt und das Unfallgeschehen deutlich reduziert werden. Die Fahrbahn soll von 6 Metern auf die in den Zulaufstrecken jeweils bereits in den vergangenen Jahren realisierten 7 Meter Breite ausgebaut werden. Linienführung und Höhenlage bleiben nahezu gleich, der zusätzliche Eingriff in Natur und Landschaft wäre bei einer Anpassung zu erheblich. Im Bereich der Zufahrt zum Weiler Langmoos wird eine Linksabbiegespur angebaut.

Die hierfür erforderliche Aufweitung mit Straßendamm wird in den kommenden Wochen hergestellt. Alle weiteren Zufahrten in die Waldgrundstücke auf der Westseite werden aus Verkehrssicherheitsgründen geschlossen und zusammengefasst auf einen neuen Forstweg angeschlossen. Dieser neue parallele Forstweg wird künftig von der bestehenden Zufahrt in Höhe des Bahnübergangs auch die Radfahrer von Traunstein kommend besser nach Langmoos anbinden.

Die in Kürze beginnenden Arbeiten zum Bau des Straßendamms in Höhe von Langmoos sollen die ohnehin erwarteten Setzungen hervorrufen, damit sich später keine Schäden am Damm oder der Fahrbahn einstellen. Der Boden ist moorig und wird sich aller Voraussicht nach über einen längeren Zeitraum verdichten. Die im westlichen Bereich der Staatsstraße sehr artenreichen Pflanzenwelt zwingt die Straßenbauer allerdings dazu, die Fahrbahn gänzlich nach Osten Richtung Eisenbahnlinie zu verbeitern.

Die Geschwindigkeit wird während der gesamten Dauer der Baustelle bis zur Fertigstellung auf 50km/h beschränkt. Das ist vor allem auch den Fledermausrouten geschuldet, die nach Beseitigung des Baumbestandes keine Überflugnotwendigkeit mehr erkennen und mit den Fahrzeugen kollidieren könnten.

fb/red

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