weather-image

Bärbel Kofler mit 95 Prozent im Amt bestätigt

2.7
2.7
Bildtext einblenden
Das Foto zeigt einen Teil der SPD-Kreisvorstandschaft mit (von links) Christian Kegel, Gerhard Kanonenberg, Dr. Bärbel Kofler, Josef Konhäuser, Daniela Baumann und Hans Michael Weisky.

Traunstein – Mit 95 Prozent könne sie leben, sagte die im Amt bestätigte Kreisvorsitzende der SPD bei der turnusmäßigen Neuwahl, Dr. Bärbel Kofler. Zum regulären Kreisparteitag im Hofbräuhaus-Bräustüberl in Traunstein kamen von den 65 Delegierten 58. Davon votierten 55 für Kofler, zwei dagegen und einer enthielt sich.


Der Antrag von Dieter Berlitz aus Bergen zur Weiterentwicklung der Parteiarbeit im Kreisverband und der damit verbundenen Neugründung eines Arbeitskreises (AK) wurde kontrovers diskutiert – fand aber letztlich leicht abgewandelt doch die Zustimmung der Versammlung.

Anzeige

Weiter wurden als gleichberechtigte Stellvertreter Koflers (Traunstein) gewählt: Christian Kegel (Traunstein), Josef Konhäuser (Ruhpolding) und Josef Parzinger (Bergen), zum Kassier Hans Michael Weisky (Trostberg), zur Schriftführerin Marina Gasteiger (Grassau), zum Pressereferenten Gerhard Kanonenberg (Ruhpolding) und zu Beisitzern Natalia Wolf (Traunstein) und Daniela Baumann (Trostberg). Der Pressereferent wird auch die sozialen Medien betreuen, da dieser Informationsweg immer wichtiger werde, sagte Kofler.

Die letzten beiden Jahre waren von verschiedenen Wahlen geprägt und es habe sich gezeigt, dass es für den Kreisverband wichtig sei, sich durch die Grenznähe zu Österreich mehr mit EU-Themen zu beschäftigen, sagte Kofler. Besonders zum Thema grenzüberschreitenden Verkehr solle sich die Kreis-SPD deutlich positionieren, so die Vorsitzende.

In ihrem Bericht hob sie die Arbeit des AK »Soziale Gerechtigkeit« mit Sprecher Helmut Haigermoser hervor. Die Ergebnisse würden von der Kreisebene weit hinaus getragen. Die Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete meinte, man müsse schauen, wie Bundesthemen, zum Beispiel die Situation in der Pflege, auch auf Ortsebene behandelt und verknüpft werden könnten.

Für den Kommunalwahlkampf müssten Aussagen getroffen werden, die dem Wähler nahe gebracht werden könnten, meinte Kofler. Bereits jetzt seien gute Kandidaten bereit, für die SPD im nächsten Jahr bei den Kommunal- und Kreiswahlen anzutreten. Doch seien noch Plätze frei und man müsse weiter engagierte Kandidaten finden. Der Wahlkampf werde sicher anstrengend, doch die Kandidaten seien motiviert.

Dem Bericht der Kreisrätin und SPD-Fraktionsvorsitzenden Waltraud Wiesholler-Niederlöhner war zu entnehmen, dass die Pro-Kopf-Verschuldung von momentan 264 Euro seit 2012 fast halbiert worden sei. Das sei eine wahre Leistung, so die Fraktionsvorsitzende. Arbeiten und wohnen sei ein sehr wichtiges Thema gewesen. Mittlerweile spiele die Wohnbaugesellschaft des Landkreises wieder eine sehr wichtige Rolle, so Wiesholler-Niederlöhner.

Nachdem Berlitz seinen Antrag »zur Weiterentwicklung der Parteiarbeit im Kreisverband Traunstein« vorgetragen hatte, in dem es im Wesentlichen um die Festlegung jährlicher Schwerpunktthemen und die Verknüpfung von unten nach oben durch die Einladung von Bundes- und Landespolitikern geht, gab es eine kontroverse Diskussion. Besonders die Neugründung eines weiteren Arbeitskreises dafür rief Helmut Haigermoser auf den Plan. Er befürchte durch einen weiteren AK die Überforderung der aktiven Mitglieder. Im AK »soziale Gerechtigkeit« seien rund 15 Mitglieder aktiv. Die Zeit der engagierten Mitglieder sei begrenzt – durch einen weiteren AK könne sich das Engagement aufspalten. Hinzu komme, dass der neue AK Felder bearbeiten solle, die bereits im AK »soziale Gerechtigkeit« bearbeitet würden.

Konhäuser meinte, dass ein neuer AK nicht schade. Denn manchmal müssten Themen öfter aufgegriffen werden, damit sie ausreichend wahrgenommen würden. Kofler schlug vor, den Antrag zu erweitern. Die vorhandenen Arbeitskreise sollten einbezogen werden. Zuerst solle auf deren Kapazitäten und Kompetenzen zurückgegriffen werden. Der Antrag wurde letztlich angenommen. Die Satzungsergänzung, dass auf kommunaler Ebene bis zu Kreisräten und Landräten auch SPD-Nicht-Mitglieder zugelassen werden könnten, verlief reibungslos und die Ergänzung wurde einstimmig angenommen. MP